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der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Die Alte Feuerwache

Altstadt-Träume oder semantische Verirrungen?

Ein kommentierender Befund von Helmut Schulzeck

Kiel. Die neue Wohnanlage „Alte Feuerwache“ in der so genannten „Kieler Altstadt“ wurde beim Deutschen Städtebaupreis 2018 als vorbildlich ausgezeichnet. Die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung begründete dies damals mit der Feststellung, dass das Projekt „einen zentralen Beitrag zur Altstadtentwicklung Kiels und zur stärkeren Vernetzung der Stadträume“ leiste. – Nun, was lässt sich zu dieser Sicht des auch von seinen Bewohnern mit Lob bedachten neuen Wohnungskomplexes aus kritischer städtebaulicher Perspektive sagen?

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Blättern im Album eines Familienlebens

Dariush Yazdkhasti präsentiert „Mary Page Marlowe – Eine Frau“ im Kieler Schauspiel

Von Christoph Munk

Kiel. „Ich hatte ein gutes Leben. Von den Sachen, die ich machen wollte, hab ich viel gemacht.“ Als Mary Page Marlowe in dieser Überzeugung spricht, ist sie 69 Jahre alt und bereit zu sterben. Doch das Ende ihres Lebens markiert nicht das Finale des Theaterstücks, das ihren Namen im Titel führt. Viel mehr platziert sein Autor, der Amerikaner Tracy Letts, die Erkenntnis ins Zentrum einer fiktiven Frauenbiografie, die auf der Bühne keiner Chronologie folgt und doch eine gewisse Logik erkennen lässt. Dariusch Yazdkhasti erzählt sie in seiner Inszenierung für das Kieler Schauspiel unangestrengt und doch voll konzentrierter Spannung.

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Neue Ecken und Kanten

Alte Bekannte ließen im Kieler Schloss schon mal etwas von ihrem nächsten Album hören

Von Jörg Meyer

Kiel. „Unprofessional“ nennen sich die Alten Bekannten, Nachfolgeband der vor zwei Jahren aufgelösten Wise Guys, selbstironisch im gleichnamigen Song. Nichts davon – der Song spielt höchst professionell mit den Genres, swingt, erinnert an das „Rat Pack“ und zeigt Dän, Nils, Björn (Ex-Wise Guys) sowie Ingo und Clemens (professioneller Zuwachs) als würdige Nachfolger im fast ausverkauften Schloss.

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Filmblicke auf die Kunst

Beim Filmfest SH wurden zwei Filme über Künstler preisgekrönt

Von Jörg Meyer

Kiel. Jahrelang hat Henri Haake Kunst studiert. Nun hat er das Examen in der Tasche. Aber wie geht es weiter, wie etabliert man sich im Kunstbetrieb? „Mann auf Blau“ nennt der inzwischen an der Babelsberger Filmuniversität Konrad Wolf studierende Eckernförder Filmemacher Friedrich Tiedtke seine Kurz-Doku über einen Künstler, wie er auf dem Sprung, mit der er beim am Sonnabend zuende gegangenen 23. Filmfest SH den von der PSD-Bank gestifteten Publikumspreis Kurzfilm gewann.

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Der Komponist als Spieler

Premiere beim 23. Filmfest SH: „To B or to B flat – The Composer Boudewijn Buckinx“ von Viola Rusche und Hauke Harder

Von Jörg Meyer

Kiel. „Warum ist meine Musik so einfach? — Warum ist meine Musik so komplex?“, fragt sich und uns Zuschauer der belgische Komponist Boudewijn Buckinx (geb. 1945) scheinbar widersprüchlich und gibt darauf immer wieder neue, durchaus philosophische und nicht weniger (scheinbar) widersprüchliche Antworten. Die aus Schleswig-Holstein stammenden Berliner Filmemacher*innen Viola Rusche und Hauke Harder porträtieren Buckinx entlang dieses roten (Selbst-) Befragungsfadens in ihrem Film-Essay „To B or to B flat – The Composer Boudewijn Buckinx“, der beim 23. Filmfest SH seine Premiere feiert.

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Asynchron zwischen Hamburg und Tokyo

Auftakt der Filmreihe „LUSCHERN vor dem Filmfest SH“: „Electric Girl“ (D 2018, Ziska Riemann)

Von Martin Ramm

Ziska Riemann ist schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr und kann auf einen immensen Output als Comiczeichnerin, Regisseurin und Musikerin zurückblicken. „Electric Girl“ ist ihr jüngster Spielfilm und führt einmal mehr ihre zahlreichen Tätigkeitsfelder zusammen. Er erlebt zum Auftakt der Filmreihe „LUSCHERN vor dem Filmfest SH“ (2. – 8. Mai 2019 in allen Kieler Kinos) seine Schleswig-Holstein-Premiere.

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Das Filmfest Schleswig-Holstein streckt sich

Interview mit den Festivalleitern Arne Sommer und Daniel Krönke über das 23. Filmfest SH

Interview: Jörg Meyer

Kiel. Das 23. Filmfest SH, veranstaltet von dem bewährten „Trio“ Filmwerkstatt Kiel der FFHSH, dem Verein Filmkultur SH e.V. und dem Kino in der Pumpe, findet vom 9. bis 11. Mai 2019 in der Kieler Pumpe statt. Jörg Meyer sprach mit den Festivalleitern Arne Sommer (Leiter der Filmwerkstatt Kiel der FFHSH) und Daniel Krönke (Vorstandsmitglied des Filmkultur SH e.V.) über das Festival- und neue Begleitprogramm.

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In den Netzen der schwarzen Dämonen

Aubers Grand Opéra „La muette de Portici“ in einer ehrgeizigen  politischen Deutung im Kieler Musiktheater

Von Christoph Munk

Kiel. Alles muss monumental erscheinen, aufwendig und effektvoll. Dann sind die Anforderungen der Gattung „Grand Opéra“ erfüllt. Insofern genügt die Produktion von Daniel François Esprit Aubers „La Muette de Portici“ am Kieler Musiktheater den Ansprüchen. Und die Inszenierung von Valentina Carrasco setzt darauf zusätzlich eine politisch aktualisierte Interpretation des Revolutions-Themas, die trotz gewisser Verzerrungen anerkennenden Premierenbeifall erzielt.

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Heide, Moor und Birken

Otto Modersohn und die Worpsweder im Museum EckernfördeVon Hannes Hansen

Von Hannes Hansen

Eckernförde. Heute ist der Maler Otto Modersohn (1865 – 1943) zwar nicht vergessen, steht aber im öffentlichen Bewusstsein, das sich bekannter Maßen ja vor allem an der Höhe der erzielten Auktionspreise misst, wohl etwas im Schatten seiner Frau, der mit gerade einmal 31 Jahren gestorbenen Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907); einer Frau, die nach mehreren, auch längeren Paris-Aufenthalten energischer als er die Impulse des französischen Impressionismus und der Kunst eines van Gogh oder Gauguin aufnahm und sich auf ihre individuelle Weise anverwandelte.

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Sensibler Kraftprotz und gefesselter Prometheus

Daniel Karasek inszeniert Shakespeares „Hamlet” am Kieler Schauspielhaus

Von Hannes Hansen

Kiel. Der bekannte Wiener Theaterkritiker Alfred Polgar schrieb einmal nach einer Premiere: „Als ich um halb zehn auf die Uhr schaute, war es halb neun.“ Nun, mir ging es am Freitagabend im Kieler Schauspielhaus genau umgekehrt. Als ich um halb elf auf die Uhr schaute, war es halb zwölf. Daniel Karaseks Inszenierung des „Hamlet“ macht Tempo ohne Kurzatmigkeit und sorgt für eine Art geordneten Wirbel in einem Stück, das ja vor allem in den letzten beiden Akten nicht ganz frei von klamottigen Screwball-Elementen ist.

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