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der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Der Maler und sein Modell

Mit der Ausstellung „Universum Picasso: Die Suite Vollard“ zeigt die Kieler Kunsthalle den Künstler auf der Höhe seiner Schaffenskraft Von Hannes Hansen Es sind 100 Grafiken, größten Teils Radierungen, aber auch Aquatinta- und Kaltnadelarbeiten, die Pablo Picasso, der sich ab… Weiterlesen →

Wenn der Kindersegen ausbleibt

Szenisch geordnet, musikalisch ausgereift: „Die Frau ohne Schatten” von Richard Strauss in der Kieler Oper

Von Christoph Munk

Kiel. Einen „gewaltigen Menschheitsentwurf“ nennt die Sängerin  und Regisseurin Brigitte Fassbaender „Die Frau ohne Schatten“ aus dem Jahre 1919. Mit der konzeptionellen Entscheidung, ihre Kieler Inszenierung in der Entstehungszeit anzusiedeln, gibt die Sängerin und Regisseurin auch ein politisches Statement ab, das allerdings in zeitloser Gültigkeit vom  übermächtigen Reichtum der Musik unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor Georg Fritzsch überwölbt wird.

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Zwischen Wut, Verzweiflung und Selbsthass

Im Polnischen Theater ist Astrit Geci „Ein ganz gewöhnlicher Jude“

Von Hannes Hansen

Kiel. Der Journalist Emanuel Goldfarb ist außer sich vor Wut. Ein gutmeinender Lehrer hat an die jüdische Gemeinde in Hamburg einen Brief geschrieben, in dem er darum bittet, ihm „ein Mitglied Ihrer Religionsgemeinschaft“ zu vermitteln, der seinen Schülern erzählen kann, wie man sich als Jude in Deutschland so fühlt. Mitglied einer Religionsgemeinschaft, das ist, sagt Emanuel Goldfarb, verschwurbeltes Gequatsche. Er ist Jude, basta.

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Afrikanisch auf Augenhöhe

Premiere: „Mutanga“ (D 2018, 99 Min., Regie: Helmut Schulzeck)

Von Jörg Meyer

In das Dorf in Kenia kam er einst, in die Heimat seiner Frau, die er in Südafrika kennengelernt hatte. Das war für Helmut Schulzeck eine Art Initialzündung und auch Initiation für seine Kenia-Trilogie „Du bist mein Afrika“, „Meine ferne Familie“ und jetzt zuletzt „Mutanga“. Der Film feiert Premiere am 9.3.2019, 20:30 Uhr im Kino in der Pumpe.

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Im Universum der Sehnsucht

Kat Frankies Sehnsuchts-Songs waren im Orange Club nicht nur herzschmerzig

Von Jörg Meyer

Kiel. Trip-Hop hätte man das wohl in den späten 90er und frühen 2000er Jahren genannt, wohin die aus Sydney stammende Wahl-Berlinerin Kat Frankie auf ihrem jüngsten Album „Bad Behaviour“ ihre Songs auf eine Zeitreise „zurück in die Zukunft“ des Singer-Songwriter-Pop schickt. Im Orange Club der Traum GmbH schlägt sie aus tiefer Melancholie und sehnsüchtigem Herzschmerz manchen elektro-poppigen und rockigen Funken, der das Dunkle in neuem Licht erscheinen lässt.

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Eine Ehe zwischen Durchgangsstraße und Rosengarten

Muster statt Raffinesse:  Harold Pinters Einakter „Der Liebhaber” im Kieler Schauspiel-Studio

Von Christoph Munk

Kiel. Was ist wahr, was nicht? Was existiert in Wirklichkeit, was scheint nur so. Der englische Dramatiker Harold Pinter hat sich mit Vorliebe solchen Fragen gewidmet. Und auf der Bühne könnte sich daraus ein reizvolles Vexierspiel ergeben. Davon lebt Pinters früher Einakter „Der Liebhaber“, den Kiels Generalintendant Daniel Karasek als kleine Theaterübung im Schauspielstudio inszeniert hat.

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Nicht im Abseits    

Kieler Stadtgalerie: „An der Nordkante – Der Mensch in der finnischen Gegenwartskunst“

Von Hannes Hansen

Kiel. Finnische Kunst, schrieb vor kurzem eine Kunstzeitschrift, sei in Deutschland unbekannt. Das mag südlich der Elbe so sein, gilt aber für Schleswig-Holstein ganz und gar nicht. Denn die Kieler Stadtgalerie zeigt zum wiederholten Mal, dass bildnerische Arbeiten aus dem Land der tausend Seen durchaus Weltgeltung haben.

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Ein Heiliger im verkommenen Gelände

Theaterhandwerk mit Goldenem Boden: Victor Hugos „Die Elenden” für das Kieler Schauspiel dramatisiert

Von Christoph Munk

Kiel. Als Roman ist Victor Hugos „Die Elenden“ ein dicker Brocken. Auf weit über tausend Seiten entsteht ein historische Panorama aus dem 19. Jahrhundert. Und der Held der Erzählung durchläuft darin den Weg einer inneren Läuterung. Wie unterhaltend dieses epische Werk als Drama auf die Bühne zu wuchten ist, zeigt jetzt die Theaterversion von Malte Kreutzfeldt und Jens Paulsen  im Kieler Schauspiel.

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Freundschaftliche Grenzüberschreitung

Die World-Hip-Hopper Zweierpasch in der Pumpe

Von Jörg Meyer

Kiel. Sie sind geübt und preisgekrönt (Adenauer-De Gaulle-Preis 2018) in Sachen (deutsch-französischer) Grenzüberschreitung und Freundschaft: das Freiburger Rap-Duo Felix und Till Neumann. Mit ihrer fünfköpfigen Band sang der Zweierpasch in der unverständlicherweise recht dünn besuchten Pumpe ein politisch Hohes Lied auf Verständnis unter Völkern und Menschen.

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Trio plus Trio gleich sexy Jazz

Vocality begeisterten im Kulturforum

Von Jörg Meyer

Kiel. Zwei Trios, vokal Claudia Burghard, Nils Ole Peters und Maybebop-Mastermind Oliver Gies, dazu auf dem Klavier Markus Horn, am E-Bass Lars Hansen und Drummer Dieter „Zipper“ Schmigelok, erfinden als Vocality den Jazz ganz neu und ungemein sexy. Zumal das Sextett nicht nur im Haifischteich der Jazz-Standards fischt, sondern auch im Planschbecken des 80er-Pop Close Harmony-Wellen schürt.

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