hansen & munk

der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Kopfkino durch vielerlei Stile

Planting Robots präsentierten ihren „elektro-organischen Indiepop“ im Savoy

Von Jörg Meyer

Bordesholm. Kaum jemand kennt sich im zeitgenössischen Pop-Business so gut aus wie Dirk Hoppe (Gesang und Keyboard), Ingo Hassenstein (Gitarre) und Stephan Emig (Schlagzeug und Elektronik). Die drei Wahl-Hamburger spielten schon mit Größen wie Gregor Meyle, Klaus Lage, Nina Hagen und Stefanie Heinzmann. Vor einem Jahr taten sie sich zum Trio Planting Robots zusammen, mit dessen Debütalbum „Roots“ und neuen Songs sie das Savoy … nun ja, nicht rockten. Denn Rock, auch dessen progressive Spielart sowie Elektro-Pop beschreiben den eigenwilligen Ritt quer durch vielerlei Stile nur ungenügend.

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Acht Chöre für ein Hallelujah

Das Kieler Gospel-Event präsentierte das Gotteslob auch mal rockig-poppig

Von Jörg Meyer

Kiel. „Hallelujah!“, das ist der Freudenruf aller Gläubigen, dass Gott allgegenwärtig ist, liebend und tröstend zugleich. Beim Kieler Gospel-Event in der voll besetzten Nikolaikirche gaben sich acht Gospel-Chöre aus Kiel und Umgebung solchem Gotteslob hin – in innigen Balladen, vor allem aber im von Pop, R’n’B und Rock inspiriertem Jubel, den das Publikum mitklatschend und -singend teilte.

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Zwischen schwarzer Komödie und krachledernem Schwank

„Harold un Maude“ an der Niederdeutschen Bühne

Von Hannes Hansen

Kiel. Hal Ashbys Film „Harold und Maude“ nach einem Drehbuch des Filmstudenten Colin Higgins fiel bei seiner Premiere im Jahre 1971 bei Publikum und Kritik zunächst durch. Doch schon bald danach entwickelte sich die bittersüße schwarze Komödie zum wahren Kultfilm, griff sie doch zwei Tabuthemen auf, die Liebe eines sehr viel jüngeren Mannes zu einer alten Frau und den selbstbestimmten Selbstmord. Dazu kam die Atmosphäre der Zeit: Flower Power und Vietnamkrieg, psychedelischer Rock, Haschisch und LSD, eine Hinwendung zu Meditation und drogengestützten (LSD = „Instant Yoga“), mystisch kolorierten Welten. Diese Atmosphäre eines zukunftsgewissen gesellschaftlichen Aufbruchs ist heutigen Tags nur schwer wiederholbar, und deshalb versucht es Arnold Preuß’ niederdeutsche Übersetzung der bald nach dem Film erschienenen Bühnenfassung von Colin Higgins’ Drehbuch auch erst gar nicht. Er versetzt die Szene irgendwohin ins plattdeutsche Norddeutschland.

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Kreativer Protest und die Deutungshoheit

Rasmus Gerlachs Dokumentarfilm „Der Gipfel – Performing G20“ läuft in Kieler Erstaufführung bei FilmFörde

Von Helmut Schulzeck

Die Begleitereignisse des Hamburger G20-Gipfels wirken nach. Das hat erst unlängst wieder das große Medienecho zur bundesweiten Polizeifahndung im Zusammenhang mit den Demonstrationen und gewalttätigen Ausschreitungen vom Juli letzten Jahres deutlich gemacht. Uns allen sind die Bilder von den Protesten, der Polizeigewalt, aber auch von den damit zum Teil einher gehenden vandalistischen Gewalttaten und Zerstörungen durch einen Teil der Demonstranten noch gut in Erinnerung. Eine Frage aber, die Untersuchungsausschüsse, Polizeifahndung und Medienberichte aufwerfen, ist die nach der Deutungshoheit. Welches Bild bleibt? Mit anderen Worten: was geschah dort, wie verhielten sich Demonstranten und Polizei, wer trägt für was Verantwortung? In diesem Kontext versucht Rasmus Gerlachs Dokumentarfilm „Der Gipfel – Performing G20“, einen anderen Blick auf die damaligen Geschehnisse zu werfen.

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Zwiespalt in Pink

Uraufführung der Bühnenfassung von Ildikó von Kürthys Roman „Herzsprung“ im Theater Die Komödianten – Besprechung eines „Frauenverstehers“

Von Jörg Meyer

Kiel. Sich in eine der Frauengestalten der Erfolgsautorin Ildikó von Kürthy hineinzuversetzen, fällt nicht ganz leicht, selbst einem „Frauenversteher“, wie mich manche, Männer wie Frauen, halb anerkennend, halb spöttisch nennen. Christoph Munk (auch Regie) ist es in seiner Monolog-Bühnenfassung von „Herzsprung“, die gestern im Theater Die Komödianten mit Sina Schulz als Amelie „Puppe“ Sturm ihre reich beklatschte Uraufführung feierte, gelungen.

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Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

Die Hermann Ehlers Akademie zeigt Bilder Vladimir Sitnikovs

Von Hannes Hansen

Kiel. „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ fragte vor ein paar Jahren der Pop-Philosoph Richard David Precht. Der seit zwanzig Jahren in Kiel lebende Vladimir Sitnikov beantwortet die provokante Frage auf seine, auf malerische Weise mit dem Mittel des Selbstporträts als Erforschung des künstlerischen Ichs. Zu sehen sind sie in der gleichnamigen Ausstellung in der Hermann Ehlers Akademie.

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Ganz die Alten

Alte Bekannte begeisterten in der ausverkauften Traum GmbH mit ihrem Debüt „Wir sind da!“

Von Jörg Meyer

Kiel. Groß war die Trauer, als sich Deutschlands erfolgreichste A-cappella-Pop-Band Wise Guys im Juli auflöste. Umso größer jetzt die Freude, dass die drei ehemaligen Wise Guys Daniel „Dän“ Dickopf, Nils Olfert und Björn Sterzenbach nebst den „Neuen“ Ingo Wolfgarten und Clemens Schmuck wieder da sind: als Quintett Alte Bekannte. In der ausverkauften Traum GmbH begeisterten sie unter anderem mit Songs von ihrem Debüt-Album „Wir sind da!“.

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Gebrochene Herzen in einer Cyber World

Regisseur Pier Francesco Maestrini und sein Team verpassen Verdis „Ein Maskenball” ein Facelifting

Von Christoph Munk

Kiel. Verdis Oper „Ein Maskenball“ erzählt die alte Geschichte nach einem bewährten Schema: Tenor liebt Sopranistin, der Bariton stört. Nicht anders geht es am Hof des Gouverneurs von Boston zu, auch wenn Regisseur Pier Francesco Maestrini mit seinen Team der Story in Kiel ein Facelifting verpasst und sie in eine Cyber World beamt. Musikalisch gelingt die Aufführung glänzend..

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Vom Lieben und Lügen

Michel Marc Bouchards „Tom auf dem Lande“ als beklemmendes Kammerspiel im Schauspiel-Studio

Von Jörg Meyer

Kiel. „Vor dem Lieben lernen Homosexuelle das Lügen“, sagt der frankokanadische Autor Michel Marc Bouchard über sein 2010 uraufgeführtes Stück „Tom auf dem Lande“. Lisa Grappel brachte es jetzt als beklemmendes Kammerspiel auf die Studio-Bühne des Kieler Schauspiels.

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Des Wilden widerspenstige Zähmung

Michael Mittermeier begeisterte mit seinem Programm „Wild“ im Schloss

Von Jörg Meyer

Kiel. „Die Welt ist wilder geworden, vielleicht auch nur unübersichtlicher“, sagt der Comedian Michael Mittermeier nicht etwa am Anfang seines fast abgespielten Programms „Wild“, eher als Resümee. Mehr als zwei Stunden hat er, der immer wieder die Gratwanderung zwischen Stand-up-Comedy und politischem Kabarett wagt, im Kieler Schloss als Widerspenstiger die (nicht nur politisch) wild gewordene Welt gezähmt und erntet dafür viel Beifall.

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