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der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

All die Leidenschaften

Das Aris Quartett wurde in der Stadthalle reich beklatscht

Von Jörg Meyer

Eckernförde. Bach, „Kunst der Fuge“, dieses kontrapunktische Werk, wie eine geometrisch-vierdimensionale Figur, kann man da Leidenschaft entwickeln? Das Aris Quartett (Anna Katharina Wildermuth und Noémi Zipperling, Geigen, Caspar Vinzens, Bratsche, Lukas Sieber, Cello) kann’s. Nicht von ungefähr eröffnet das junge Quartett so sperrig zwiespältig sein Konzert in der Stadthalle.

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Kein Fotorealist

Kieler Kunsthalle zeigt die großformatigen Bilder des Schweizers Franz Gertsch

Von Hannes Hansen

Kiel. Nein, sagt Franz Gertsch, ein Fotorealist sei er ganz und gar nicht, und wer ihn einen nenne, habe nicht genau genug hingeschaut. Seit vergangenem Samstag haben die Besucher der Kieler Kunsthalle, die Gelegenheit, die Aussage des Schweizer Malers, dessen großformatiges Gemälde „Les-Saintes-Maries-de-la-Mer“ seit vielen Jahren die Besucher der Kieler Kunsthalle im Foyer des ersten Stocks begrüßt, zu überprüfen.

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Lehmann und seine eigensinnigen Erben

Lesung zum 50. Todestag von Wilhelm Lehmann

Von Jörg Meyer

Eckernförde. Vor 50 Jahren starb der Dichter Wilhelm Lehmann, Ehrenbürger von Eckernförde und einer der wichtigsten und zugleich unbekanntesten Naturlyriker der – oder auch gegen die – Moderne. Im Rahmen der Wilhelm-Lehmann-Tage lasen im Eckernförder Ratssaal gleichsam als Erben des „eigensinnigen Überläufers“ die Lehmann-Preisträger Stephan Wackwitz, Doris Runge, Ulrike Almut Sandig und Mikael Vogel aus ihren von Lehmann inspirierten Werken.

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Nirgendwo ein Hauch von Nähe

Florian Zellers Erfolgsstück „Vater” als nüchterne Beobachtung im Kieler Schauspiel

Von Christoph Munk

Kiel. Zuerst vermisst er nur seine Uhr. Dann sieht sich André immer mehr bedrohlichen  Irritationen ausgesetzt. Schließlich scheint ihm die ganze Welt abhanden zu kommen. Wie einen unaufhaltsamen Sog in die Isolation beschreibt der französische Autor Florian Zeller die Entwicklung einer Demenz in seinem Drama „Vater“, dessen Erfolgsspur nun auch ins Kieler Schauspiel führt und bei seiner Premiere respektvollen Beifall auslöste.

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Coole Drehbücher gesucht

Mit dem neuen Drehbuchpreis Schleswig-Holstein soll die hiesige Filmszene gefördert werden

Von Jörg Meyer

Kiel. Drei Dinge brauche es für einen guten Film, wusste schon Alfred Hitchcock: „Ein gutes Drehbuch, ein gutes Drehbuch und nocheinmal ein gutes Drehbuch!“ Ebenso Christian Mertens, aus Kiel gebürtiger Filmregisseur und mittlerweile Lehrbeauftragter für Dramaturgie und Regie im Medienbereich der Kieler FH, der zusammen mit dem Verein Filmkultur SH den Drehbuchpreis SH aus der Taufe hob.

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Antenne fürs Zeitgeistige

Das Kino in der Pumpe zeigt eine Fritz-Lang-Retro

Von Jörg Meyer

Kiel. Eine Fritz-Lang-Retro reizte Eckhard Pabst, Programmmacher im Kino in der Pumpe, schon immer. Jetzt hat er den lange gehegten Plan umgesetzt, mit neun Filmen von Fritz Lang, die dort ab dem 8. November bis zum 4. Februar laufen.

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Kleine Hölle Familie

Die Wiederholungstäter feierten Premiere mit „Wonderful World“

Von Jörg Meyer

Kiel. Freunde kann man sich bekanntlich aussuchen, die Familie jedoch nicht, die wird manchmal vom Idyll zur kleinen Hölle. So auch in Richard Dressers Komödie „Wonderful World“, mit der die Theatergruppe Wiederholungstäter unter der Regie von Tim Frerichs Premiere im Roten Salon der Pumpe feierte.

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Die Revolution lässt noch auf sich warten

Liebeswirren in Zeiten des Matrosenaufstandes: Uraufführung der Oper „Falscher Verrat” im Kieler Musiktheater

Von Christoph Munk

Kiel.Zwei Ideen sollten zusamenwachsen: Die Anstrengung, den Kieler Matrosenaufstand von 1918 zum 100. Jahrestag am Ort des Geschehens umfassend zu würdigen, und der Wille des Theaters, sich daran angemessen feierlich zu beteiligen. Das Ergebnis: „Falscher Verrat“, ein aufwendiges Opus des italienischen Komponisten Marco Tutino, das mit den historischen Fakten großzügig hantiert und gleichzeitig vertraute Muster der Oper effektvoll nutzt. Die Uraufführung wurde vor fast ausverkauftem Haus entsprechend respektvoll bejubelt.

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Gegenwind in Rückenwind verwandeln

Es rauschte mächtig im Blätterwald, als das Dessauer Bauhaus das Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet absagte, weil man rechte Gewalt gegen die linke Band und das Bauhaus befürchtete. Der Band, die gerade mit ihrem jüngsten Album „Sturm & Dreck“ auf Tour ist, brachte das jede Menge Promo und Solidarität. H&M-Kulturblogger Jörg Meyer sprach mit Gitarrist Christoph Sell über die „Causa Bauhaus“, Politik in Zeiten des Rechtsrucks und das neue Album.

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Lachen über Lesben, Lebenslügen und die Liebe

Comedienne Tahnee mit „#geschicktzerfickt“ im Metro-Kino

Von Jörg Meyer

Kiel. Das hat die Comedienne auch schon gehört: „Rote Haare = Lesbe = Hexe – vor 400 Jahren wärest du verbrannt worden!“ Die Vorurteile über Lesben wie Tahnee sind vielfältig, von Hetero wie Hetera. Aber Tahnee Schaffarczyk lässt sich davon nicht beirren, auch nicht von der Ablehnung von Familie und Nachbarn, als sie sich in ihrem Geburtsort Heinsberg („Gaza-Streifen der Kleingärtner“) als eine outete, „die auf Frauen steht“. Mit ihrem ersten Solo „#geschicktzerfickt“ geht sie im Metro-Kino in die Offensive.

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