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hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Große Gesten mit List und Lust

Imposantes Format: Die Opern-Einakter „Cavalleria rusticana” und „Der Bajazzo” zur Saisoneröffnung des Kieler Musiktheaters

Von Christoph Munk

Kiel. Szenische Feuerwerke, musikalische Feste: Die Kieler Oper beginnt ihre Spielzeit mit einer grandiosen Doppelpremiere. Denn der italienische Regisseur Fabio Ceresa treibt die beiden Einakter „Cavalleria rusticana“ von Petro Mascagni und Ruggero Leoncavallos „Der Bajazzo“ ins bombastische Format. Und Generalmusikdirektor Georg Fritzsch am Pult vollendet mit dem Philharmonischen Orchester und den Chören des Hauses die Aufführung zum imposanten Gesamtkunstwerk.

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Rare Klangfarben

Das Ensemble 4.1 begeisterte mit Werken für Holzbläser-Klavier-Quintett

Von Jörg Meyer

Eckernförde. Mindestens den zweiten Satz (Larghetto) seines „Quintetts in Es-Dur, KV 452“ für Klavier und vier Holzbläser schätzte Wolfgang Amadeus Mozart in einem Brief an den stets gestrengen Vater stolz als „das Beste, was ich bisher geschrieben habe“, ein. Erstaunlich, denn die rund um das 1784 uraufgeführte Werk entstandenen Klavierkonzerte sind heute weit berühmter. Für die klangfarbige Besetzung blieb auch nach Mozarts „Leuchtturm“ die Literatur rar. Dass das eine musikgeschichtliche Unterlassungssünde ist, bewies das Ensemble 4.1 in der Stadthalle eindrucksvoll.

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Wenn Dichter liebestrunken sind

„Bukowski meets Waits“ überzeugte in der Galerie 66

Von Jörg Meyer

Eckernförde. 1997 ersann der Trierer Musiker Michael Kiessling eine „Bar-Revue“ mit dem beziehungsreichen Titel „Bukowski Waits For Us“, in der er Texte von Charles Bukowski mit Songs von Tom Waits kreuzte. Diese Spur nehmen die Schauspieler Ulrich Gall, Målin Uschkureit und Jennifer Toman zusammen mit dem Musik-Trio Alice Halada (Klavier), Harry Kretzschmann (Bass) und Björn Lüdtke (Schlagzeug) auf, um Bukowskis Kurzgeschichte „Die schönste Frau der Welt“ auf die Bühne der Galerie 66 zu bringen.

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Improvisierte Meditationen

Maria Baptist mit ihrem Klavier-Solo „Resonance“ im KulturForum

Von Jörg Meyer

Kiel. Sie habe mal etwas ganz Neues versucht, berichtet Jazz-Pianistin Maria Baptist: Nur mit wenigen Skizzen, die sie in New York notierte, begab sie sich ins Studio, improvisierte und meditierte dort darüber, und so entstand ihr neues Solo „Resonance“, das sie im KulturForum vorstellte.

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Und jenseits der Tasten keine Welt

Alessandro Bariccos „Novecento” als konsequent reduzierter Monolog im Kieler Schauspiel-Studio

Von Christoph Munk

Kiel. Alessandro Bariccos „Novecento“ war für eine Theaterinszenierung gedacht, diente einem dramatischen Film als Vorlage und wurde als Buch zum Bestseller. Für das Studio des Kieler Schauspiels reduzierte die Regisseurin Lisa Gappel den Text auf einen bilderarmen, ganz auf die Sprache konzentrierten Monolog.

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Kleinstadtmief und Lebenslüge

Siegfried Bühr inszeniert Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ am Kieler Schauspielhaus

Von Hannes Hansen

Kiel. Sie höhnen und geifern, sie schreien und brüllen, kreischen, bespucken einander und prügeln sich, sie weinen und trauern, versöhnen sich für Augenblicke, um gleich darauf wieder auf einander loszugehen. Sie, das sind George und Martha in Edward Albees Ehekriegsdrama „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“, verwundet und gestählt in einem langjährigen, kompromisslosen Infight, in dem alle Mittel erlaubt sind.

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Belehrtheater vom Blatt gespielt

Brechts „Kaukasischer Kreidekreis“ am Schleswig-Holsteinischen Landestheater

Von Hannes Hansen

Schleswig. Der strenge Duft nach gesellschaftlichem Reinigungsmittel durchzieht Stefan Noltes Inszenierung von Bert Brechts „Kaukasischem Kreidekreis“ am Schleswig-Holsteinischen Landestheater, einem Fest für Freunde des epischen, des Belehrtheaters.

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Die Schöne und der Dichter

„Shakespeare in Love“am Schleswig-Holsteinischen Landestheater

Von Hannes Hansen

Rendsburg. Es geht hoch her in Lee Halls Komödie „Shakespeare in Love“ am Schleswig-Holsteinischen Landestheater. Einem Stück, das erst 2014, sechzehn Jahre nach dem gleichnamigen, mit sieben Oscars ausgezeichneten Film nach dem Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard seine Londoner, von der internationalen Presse hoch gelobte Premiere hatte und anlässlich der deutschen Erstaufführung bei den Bad Hersfelder Festspielen vor wenigen Wochen enthusiastisch gefeiert wurde.

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Unbehaust in modernen Zeiten

Madeleine Prahs mit ihrem Roman „Die Letzten“ bei „amtsKULTUR“ der Evangelischen Nordkirche

Von Jörg Meyer

Kiel. Sie hat mal selbst in einem Haus gewohnt, das entmietet wurde: Madeleine Prahs forscht in ihrem nach dem Debüt „Nachbarn“ zweiten Roman „Die Letzten“, was passiert, wenn wir unserer Geborgenheit und damit Identität verlustig werden. Die in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, Geborene vermeidet bewusst den von Rechten okkupierten, dennoch passenden Begriff „Heimat“.

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Unter den Linden …

Die TV-Serie „Lindenstraße“ mal wieder mit einer medialen Innovation – ein kleines Requiem für Hans Beimer

Von Jörg Meyer

Köln/Kiel. Ich hatte es an dieser Stelle ja schon mal bekannt: Ich bin „Lindenstraße“-Fan. Gestern war ich es umso mehr, als Hans W. Geißendörfers Dauerserie (seit 1985) wiederum ein Experiment wagte. Zum Serien-Tod des von Anfang an Hans Beimer (Joachim Hermann Luger) spielte live das WDR-Funkhausorchester gleichsam ein Requiem.

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