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der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Blut ist im Hemd

Haley McGees irritierendes Solo „Meine Irma, Deine Irma” als sanftes Drama im Schauspiel-Studio

Von Christoph Munk

Kiel. Damals, beim 8. Thespis Monodramen-Festival 2012 kobolzte die junge Kanadierin Haley McGee über die Bühne des Kieler Schauspiel.-Studios. Das war so überraschend, so frech, so frisch, so irritierend und messerscharf, dass das Festivalpublikum ihr Stück und ihre Performance sofort ins Herz schloss. Und auch die international besetzte Jury zögerte nicht, ihr den Ersten Preis zuzuerkennen. Jetzt spielte Agnes Richter das Stück im Kieler Schauspielstudio

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Ein weiterer Kollateralschaden der Kieler Städtebaupolitik

Eine kleine Polemik zum Ende der Buchhandlung Cordes

Von Helmut Schulzeck



Kiel. Die ehemals durch ihre Autorenlesungen bundesweit bekannte und deshalb beinah als legendär beleumundete Kieler Buchhandlung Cordes in der Willestraße wähnten viele ihrer früheren Fans und treuen Kunden schon seit etlichen Jahren unter den lebenden Leichen. Lange bevor sie nun tatsächlich zum Jahreswechsel das Zeitliche segnete.

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Gypsy Swing gegooglet

Das musikalische Schauspiel „Mythos Django Reinhardt“ geriet im Rendsburger Stadttheater zum bloßen klingenden Bilderbogen

Von Jörg Meyer

Rendsburg. Da steht er buchstäblich oben auf dem Jazz-Olymp: Django Reinhardt. Das Quintett wie einst in den Pariser Hot Clubs der 30er und 40er Jahre spielt die Musik, die er begründete, den Gypsy Swing. Ein theatralischer Moment, fast der einzige in Peter Baumanns als „musikalisches Schauspiel” tituliertem „Mythos Django Reinhardt – Oder: Der Mann, der um sein Leben spielte“.

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Fragen auf die Antworten

Die Lesebühne „Irgendwas mit Möwen“ blickte kritisch und komisch auf 2018 zurück

Von Jörg Meyer

Kiel. Das Jahr, „in dem die 2000er volljährig wurden, aber kindisch blieben“, ist vorbei. Grund für die Slam-Lesebühne „Irgendwas mit Möwen“, am dritten Tag des neuen Jahrs auf das alte zurückzublicken.

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Bitte recht freundlich

Eine juristische (Weihnachts-) Kurzgeschichte von Gerald Grote

Der Auslöser für eine der größten Krisen der kommenden Zeit wird ein einfacher Brief sein. Ein fein im Zickzackfalz geknicktes Schriftstück mit dem gewissen Kniff, dessen brisanter Inhalt sich dadurch erst ganz allmählich entfalten wird. Außerdem werden die Empfänger über die Bedeutung jener Zeilen lange und ausgiebig nachdenken müssen. Das ist wie bei einem guten Wein, der ja auch erst nach dem Einschenken in ein Glas allmählich sein Aroma entwickelt.

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Sinnliche Winter-Sommer-Wenden

Fjarill begeisterten im ausverkauften Kulturforum

Von Jörg Meyer

Kiel. „Midvinter“ (Titel der jüngsten Single) und „Midsommar“ (so heißt das im Mai 2019 erscheinende neue Album), Winter- und Sommersonnenwende, sind für das Duo Fjarill ein und dasselbe: eine „Stilla Tyd“ der Sinnlichkeit und Besinnung. Auch astronomisch gesehen gibt es da keinen Unterschied, denn wenn sich in der schwedischen Heimat von Pianistin und Sängerin Aino Löwenmark die Sonne zum Winter neigt, steht sie in Geigerin und Sängerin Hanmari Spiegels südafrikanischer Heimat am höchsten. So verbinden Fjarill im ausverkauften Kulturforum beide Sonnenwenden, Norden und Süden, in ebenso sanft verträumten wie kraftvoll aufblühenden Liedern.

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„Die Legende von der Christrose“ – ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk

Selma Lagerlöf taucht in eine mythische Welt ein

Von Hannes Hansen

Selma Lagerlöfs 1908 in Schweden erschienene und 1928 von Marie Franzos ins Deutsche übersetzte Erzählung „Die Legende von der Christrose“ gehört zu den vielen Legenden und Sagen, in denen die schwedische Nobelpreisträgerin das mythische Mittelalter ihres Landes und seine Heilserwartungen beschwört. Mit der erneuten Publikation der zuletzt 1952 auf Deutsch erschienenen Legende von der wilden Räubermutter, dem frommen Abt Hans und der wundersam in der Heiligen Nacht erblühten Christrose legt der Kieler Grabener Verlag das kleine Werk erneut vor.

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Entscheidend ist der Sound

Das A-cappella-Quintett Emma kommt mit eigenen Songs in die Pumpe

Von Jörg Meyer

Kiel. Die Beatbox rumpelt, die Bässe wummern, und die Synthies falsettieren wie einst auf einem kreischenden Casio. Doch kein Instrument ist hier im Spiel, allein die Stimmen der aus Kiel stammenden Vokalpop-Band Emma. Mit solchem Sound und Covern von (Electro-)Popsongs von One Republic und Twenty One Pilots oder Imagine Dragons rocken Emma seit gut vier Jahren die Kieler (und inzwischen längst darüber hinaus) A-cappella-Szene, unter anderem bei der alljährlichen A-cappella-Party. Nach Besetzungsänderungen und Verteilung quer durch die Republik schreibt das Quintett nun eigene Songs, die etwa ein Drittel ihres Konzerts am Freitag in der Pumpe ausmachen werden.

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Tanz der Dampfnudeln um den weiblichen Rollmops

Üppig lustig, musikalisch brillant:  Rossinis „Il Barbiere di Seviglia” als Comic im Kieler Opernhaus

Von Christoph Munk

Kiel. Kann man Gioachino Rossinis heiterste „opera buffa“ über das unbeschwerte szenische Spiel hinaus noch komischer machen? Man kann. Zumindest nach der Auffassung des Filmanimateurs Joshua Held und des Regisseurs Pier Francesco Maestrini. Sie lassen in ihrer Inszenierung der Musik-Komödie „Il Barbiere di Seviglia“ belebte Comic-Figuren in munterem Miteinander lustig auf Leinwand und Bühne los. Die größte Lust an dieser hoch bejubelten Produktion aber bereitet Kiels Erster Kapellmeister Daniel Carlberg, der das Sängerensemble und das Philharmonische Orchester zu einer brillanten musikalischen Höchstleistung animiert.

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Kopf-Kino komplett

Der Drehbuchpreis SH schuf ein neues Film-Genre

Von Jörg Meyer

Kiel. 54 Drehbücher eingesandt, fünf daraus hat die Vorjury des von dem Verein Filmkultur SH ausgelobten Drehbuchpreises SH für die Lesung mit sechs Sprecherinnen im Studio Filmtheater ausgewählt. Um die Preise geht es nicht eigentlich, eher darum, was Film schon sein kann, bevor er als solcher auf der Leinwand ist.

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