hansen & munk

der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

Beitrag oben halten

„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Ein einig Volk von Künstlern

Fabio Ceresa präsentiert an der Kieler Oper eine ehrgeizige Konzeption von Rossinis „Guillaume Tell“

Von Christoph Munk

Kiel. Die Wiederkehr der Freiheit feiern die Menschen aus Unterwalden, Uri und der Schwyz im großen Schlusschor. Und Jemmy, der Sohn des Titelhelden, darf dazu mit breitem Bogenstrich das Violoncello spielen. Mit diesem Bild sagt Regisseur Fabio Ceresa überdeutlich was ihm als Hauptmotiv von Gioachino Rossinis Grand Opéra „Guillaume Tell“ im Sinne steht: Freiheit heißt bei ihm die Freiheit zur Ausübung der Kunst, denn mit ihr gewinnt ein Volk seine Identität. In dieser Überzeugung bedient sich der italienische Gastregisseur mit großer Geste aller Mittel, die an der Kieler Oper zu Gebote stehen – und erntet dankbaren Premierenapplaus.

Weiterlesen →

Kiffen in Rom, Trinken in Palermo

Helge Timmerberg erzählte im Studio-Kino von seinen etwas anderen Reisen

Von Jörg Meyer

Kiel. „Ich habe das Vorlesen für mich entdeckt“, freut sich Helge Timmerberg bei der Präsentation seines neuen Buchs „Die Straßen der Lebenden – Storys von unterwegs“ im Studio-Kino. Doch bevor er daraus wirklich liest, ist der parlierende Erzählfluss rund um seine diesmal italienischen Reisen nicht zu bremsen.

Weiterlesen →

Feste Klangburgen

Reformationskonzert in der Wellingdorfer Andreaskirche

Von Jörg Meyer

Kiel. Für ihr Reformationskonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach haben die Kantoreien der Kronshagener Christusgemeinde und der Wellingdorfer Andreasgemeinde am Sonntagnachmittag einen mächtigen Klangkörper in den Altarraum der Andreaskirche (tags zuvor auch schon in der Christuskirche) gestellt. Unter der Leitung von Klaus-Martin Eggers (am Sonnabend Gertrud Reinel) lassen über 50 Sängerinnen und Sänger, Mitglieder des Philharmonischen Orchesters sowie die Solisten Meike Leluschko (Sopran), Anne-Beke Sontag (Alt), Michael Connaire (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass) keinen Zweifel daran, dass „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Weiterlesen →

Vom Spiel zum Stress, von Helfern zu Opfern

Kristin Trosits inszeniert Felicia Zellers „Kaspar Häuser Meer“ im Studio des Kieler Schauspiels

Von Christoph Munk

Kiel. Am Anfang, wenn sich die Bühnennebel im Studio des Kieler Schauspielhauses allmählich lichten, sieht alles noch recht leichtgängig aus: Drei Frauen nähern sich dem Publikum mit lockeren Grußbotschaften über die Rampe hinweg. Eher beiläufig befassen sie sich mit den Geräten, die auf einer Stufenlandschaft stehen. Nach und nach erst entwickelt sich aus ihrer heiter anmutender Tätigkeit ernsthafte Pflicht. Aus Spiel wird Stress. Und aus den formalisierten Texten von Felicia Zeller schält sich immer deutlicher ein brisantes Thema heraus: In „Kaspar Häuser Meer“ geht es um soziale Verelendung, um Kindesvernachlässigung, um Familienfürsorge, Schutz vor Misshandlungen. Und vor allem um die Folgen, die jene damit verbundenen Aufgaben bei den Mitarbeitern der Behörden anrichten.

Weiterlesen →

Ein zweifelnder bis zweifelhafter Reformator

Uraufführung des „Luther“-Stücks von Zaimoglu und Senkel im Kieler Schauspiel

Von Jörg Meyer

Kiel. Feridun Zaimoglu geht ein wenig die Muffe. „Ob sie uns wohl aus dem Haus jagen werden?“, mutmaßt er, vor dem ausverkauften Schauspielhaus zusammen mit Co-Autor Günter Senkel die letzte Zigarette vor der Uraufführung von „Luther“ rauchend. In solchem Zweifel sind die beiden einig mit ihrer Luther-Figur, die sie als verzweifelnden, wenn in seinen Ansichten über Obrigkeitshörigkeit und Hexenverfolgung nicht sogar als zweifelhaften Reformator zeichnen.

Weiterlesen →

Trommeln jenseits aller Moden

Die Schlagzeugschule Drums Unlimited feiert 20. Geburtstag

Von Jörg Meyer

Melsdorf. Vor Anmeldungen für seine 1997 in Melsdorf gegründete Schlagzeugschule Drums Unlimited kann sich der Perkussionist und Komponist Nils Rohwer derzeit kaum retten. Woran das liegt, weiß er auch nicht, „vielleicht mal wieder ein Generationswechsel“. Noch vor zwei Jahren war es in Sachen Schlagwerk „eher mau“. Jenseits aller solcher Moden brachte Rohwer bei Drums Unlimited manchen heutigen Schlagzeug-Profi an die Felle und Sticks.

Weiterlesen →

„Wir bleiben drin!“

Saitenwexel und Sophies Schrott Show rockten in der Hansa48 wie einst „gegen Abriss“

Von Jörg Meyer

Kiel. 35 Jahre ist es her, dass die Hausbesetzer der Hansa48 „drin bleiben“ durften. Die Gleichgesinnten im Sophienblatt und der Herzog-Friedrich-Straße verloren letztlich den Kampf gegen die Immobilienspekulanten und „Kaputtbesitzer“. Aber was heißt schon verloren? Zwei „Haus-Bands“, Sophies Schrott Show und Saitenhieb, gaben den Besetzern damals eine (punk-) rockig revoluzzende Stimme, die sie beim Konzert in der Hansa48 noch einmal erheben.

Weiterlesen →

Atemlos durch die Nacht

Mit Temperament und Tempo: „Fame – das Musical“ zur Saisoneröffnung im Kieler Musiktheater

Von Christoph Munk

Kiel. Jubeln, Johlen, Jauchzen – gemessen am Schlussapplaus erlebte das Kieler Musiktheater am Freitag eine außerordentlich erfolgreiche Saisoneröffnung. Im Taumel des kreischend gefeierten Events zeigte sich diesmal statt Opern-Glanz eine aufgekratzte, routiniert abgespulte Hymne an Begabung, Ehrgeiz und Streben nach Glamour: „Fame – das Musical“ – flüssig in Szene gesetzt von Ricarda Regina Ludigkeit, musikalisch energisch angetrieben von Moritz Caffier und ausgeführt von einer gut gelaunten Sänger-Tänzer-Truppe.

Weiterlesen →

Swingende Donauwellen

Das Budapester A-cappella-Quintett Jazzation begeisterte beim Kunstflecken

Von Jörg Meyer

Neumünster. Mit einer Hommage an seine Heimatstadt an der Donau und zugleich an den Blues vom Mississippi eröffnet das A-cappella-Quintett Jazzation sein Konzert beim Kunstflecken in der fast ausverkauften Werkhalle und breitet damit gleich zu Beginn den ganzen stilistischen Fächer von Jazz-Standards bis zum Folksong.

Weiterlesen →

Das Große Blau nicht blauäugig

Hendrik Neubauer und die Hans Dylan Band mit „#LaMer – Das Große Blau“ im Antiquariat Diderot

Von Jörg Meyer

Kiel. Vor drei Jahren ist der Kulturjournalist und Autor Hendrik Neubauer, bekannt unter anderem durch seine zusammen mit Arnd Rüskamp verfassten Küstenkrimis, vom Rhein ans heimische Ostseemeer zurückgekehrt. Dort ergriff ihn „Das Große Blau“, das man gelegentlich auch an der Förde sieht, sogleich wieder. Und Charles Trenets Chanson „La Mer“, das selbiges vor gut 70 Jahren so lyrisch sehnend auf den Punkt brachte.

Weiterlesen →

« Ältere Beiträge

© 2017 hansen & munk — Diese Website läuft mit WordPress

Theme erstellt von Anders NorénNach oben ↑