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der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Großer Kiel Beton – Seelenlos

Ein kleines Zwischenfazit

Von Helmut Schulzeck

Kiel. 32 Bäume und weitere Anpflanzungen sollen die steinerne Wüstenei rund um die beiden neuen Betonbecken, die den so genannten „Kleinen Kiel Kanal“ bilden, verbrämen und ein Gegengewicht setzen, gegen ein Musterbeispiel der uninspirierten neueren Stadtgestaltung Kiels, für die der von den KN euphemistisch als „Holstenfleet“ betitelte städtebauliche Offenbarungseid geradezu herausragend steht.

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Kreativ in der Krise

19 Kurzfilme im Finale des Wettbewerbs „Nur 48 Stunden“

Von Jörg Meyer

Kiel. Die Corona-Krise hat manches zum Erliegen gebracht, die Kreativität schleswig-holsteinischer Filmschaffender hingegen hat sie beflügelt. In der 14. Ausgabe des vom Studentenwerk, Landesverband Jugend & Film und dem Offenen Kanal ausgerichteten Kurzfilmwettbewerbs „Nur 48 Stunden“ gab es mit 46 am Drehwochenende Anfang Mai fertiggestellten Filmen die höchste Beteiligung seit Bestehen des Wettbewerbs. 19 Filme schafften es ins Finale, das am 20. Mai nicht wie sonst üblich im Metro-Kino gezeigt wurde, sondern als Live-Stream mit Videokonferenz.

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Neu: Literarische Texte

Liebe Leser*innen und Freunde unseres Blogs,

in Zeiten der Corona-Krise ist es nicht weit her mit unserer Kulturberichterstattung. Dafür, so hört man, lesen die Leute wieder mehr. Und deshalb haben wir uns entschlossen, unseren Blog auch literarischen Texten zu öffnen. Den Anfang machen wir mit einem Gedicht von Wolfgang Butt, in Kiel bestens bekannt als ehemaliger Professor für Skandinavistik und als Verleger.

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Sag mir, wo die Kieler sind

Helmut Schulzeck drehte einen Video-Clip im durch Corona menschenleeren Kiel

Von Helmut Schulzeck

Kiel. Eigentlich sollte ich doch mal die leeren Straßen Kiels filmen, dachte ich an einem späten Donnerstagmorgen, Ende März 2020. Denn so entvölkert wie zu Corona-Zeiten sieht man tagsüber die Kieler Innenstadt sonst nie. Gesagt, getan, zog ich mit meinem chinesischen Smartphone Xiaomi Mi9 los von meiner Wohnung, die nur Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt. Am Sophienblatt Ecke Herzog-Friedrich-Straße machte ich meine ersten Aufnahmen, schlenderte weiter zum Bahnhof, dann rüber zum Einkaufszentrum Sophienhof, durch die Fußgängerzone bis zur so genannten Kieler Altstadt.

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Der mit dem Aufzug redet

Im Polnischen Theater ist Tadeusz Galia „Der Liftverweigerer“

Von Hannes Hansen

Kiel. Seit sein Hund Kafka vor vielen Jahren gestorben ist, ist es einsam geworden um den alten Mann in der Zweizimmerwohnung im siebten Stock eines Mietshauses, in dem niemand etwas vom Nachbarn weiß oder wissen will. Knapp, dass man sich mürrisch Guten Tag sagt und im Lift angestrengt an einander vorbei schaut. Da kann man schon einmal auf den Gedanken kommen, statt mit einem Menschen mit diesem Lift zu reden. Und eben dass tut der alte Mann in Bengt Ahlfors’ Monodrama „Der Liftverweigerer“.

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Wie uns die Bilder vom Krieg erreichen

„Die Trojaner” von Hector Berlioz in der Kieler Oper – Anmerkungen zu Alexandra Liedtkes Inszenierung

Von Christoph Munk

Kiel. Es geht – wie so oft – um eine Liebe im Schatten des Krieges. Doch diesmal steckt mehr dahinter: Denn hier wird vom Schicksal eines ganzes Volkes erzählt und von der Nichtigkeit menschlichen Strebens unter der Allmacht der Götter. „Die Trojaner“, die Grand Opéra  von Hector Berlioz, fordert in ihrer tragischen Wucht und musikalischen Opulenz immense künstlerische Kräfte – eine Herausforderung, die Gastregisseurin Alexandra Liedtke und der Stellvertretender Generalmusikdirektor Daniel Carlberg im Kieler Musiktheater imposant bestehen.

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Arte Povera oder über die weibliche Schönheit

Kunstraum B zeigt eine Bilderinstallation von Vladimir Sitnikov

Von Hannes Hansen

Kiel. Wer Vladimir Sitnikovs Bilderwand „Arte Povera oder über die Weibliche Schönheit“ im Kunstraum B sieht, dürfte auf den ersten Blick verdutzt sein. Verdutzt und ein wenig verwirrt ob der Vielzahl der Abbildungen nackter Frauen und gewichtig dreinblickender Männer. Schnell aber erkennt man, dass es kaum auf das Einzelbild ankommt, dass wir vielmehr vor einer Installation stehen. Vor einem Ensemble von Einzelteilen also, das einem konzeptuellen Ansatz folgt und mehr ist als die Summe dieser Einzelteile.

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Gelungenes Experiment

Beim Philharmonic Poetry Slam konzertierten im Kieler Schloss Philharmonisches und Poetisches

Von Jörg Meyer

Kiel. „Wer war noch nie bei einem Poetry Slam?“, fragt Moderator Björn Högsdal das Publikum. Da gehen im fast ausverkauften Schloss doch recht viele Arme hoch. Selbst in der Reihe „Con Spirito“, wo es immer um Crossover und über Genregrenzen hinweg geht, hat mancher Konzertgast von Slam-Poetry noch nie etwas gehört. Das soll in dem Experiment, welches das Philharmonische Orchester und vier schleswig-holsteinische Slam-Poeten hier wagen, anders werden.

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Eine Werbung für den Werbefilm

Lars Büchel präsentierte im Rahmen der Reihe FilmFörde eine Auswahl seines Werbefilmschaffens

Von Helmut Schulzeck

Kiel. Wer einmal Lars Büchel am Drehort erlebt hat, der wird sich sicherlich daran erinnern, mit welcher fast spielerischen Eindringlichkeit und gelassenen Bestimmtheit der Kieler Regisseur mit seinen Schauspielern und seinem Team hinter der Kamera zu kommunizieren und zu arbeiten pflegt. Hinzu kommen nicht selten fantasievolle bzw. „ein-falls-reiche“ Originalität, die sich in einer adäquaten Umsetzung von urigen oder schrägen Geschichten niederschlägt, und ein listiger, aber nicht zurückhaltender Humor, der in seiner anarchischen Konsequenz zum Wohle einer gefeierten Komik sich nicht scheut, auch die Grenzen zum ausgelassenen Klamauk zu überschreiten, wenn es denn sein muss – und es muss bisweilen sein.

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Prozession des Lebens

Kai Zimmers Dokumentarfilm „Ritual“ feiert Kiel-Premiere

Von Jörg Meyer

Kiel. Alle sieben Jahre im August ist die nördlich von Neapel gelegene Kleinstadt Guardia Sanframondi für eine Woche im Ausnahmezustand. Unter Beteiligung eines Großteils der 5.000 Einwohner werden in einer Prozession biblische Szenen aus Altem und Neuem Testament sowie Märtyrergeschichten unter großem Aufwand von Kostümen und Requisiten als lebendige Standbilder nachgestellt. Dieses archaisch anmutende Ereignis dokumentiert Kai Zimmer in seinem 69-minütigen Film „Ritual“.

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