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der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Streicherschmelz und Regenmänner

Sommerkonzert des Kammerorchesters Schleswig in Gettorf

Von Jörg Meyer

Gettorf. Man kann selbst in Zeiten allgegenwärtigen Crossovers und „Pop meets Classic“ darüber streiten, ob es sinnvoll ist, Soul-Hits wie „It’s Raining Men“ für Streichorchester zu arrangieren. Michael Becker, Leiter des Kammerorchesters Schleswig, macht das dennoch recht arriviert, wie das Sommerkonzert des Ensembles in der Gettorfer St. Jürgen Kirche zeigte.

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Vom Eise befreit

Feuerwerk und Frühlingsgefühle: Puccinis „Turandot“ als Open Air-Spektakel auf dem Kieler Rathausplatz

Von Christoph Munk

Kiel. Ach, und am Ende das Feuerwerk! „Schön war’s und kracht hat’s“, hätte jetzt Karl Valentin gesagt. Und er hätte vielleicht bedauert, dass so die Musik plötzlich aus dem Kopf geknallt wird, sich die Akteure mitten im Schlussapplaus von Zisch und Bumm und Lichtfontänen die Show stehlen ließen. Allerdings: So war’s doch ein pfundiges Spektakel: Giacomo Puccinis „Turandot“ als große Open Air-Oper auf dem Kieler Rathausplatz, bei der Premiere mit günstiger Witterung gesegnet und mit freudigem Jubel gefeiert. Der Missmut des Teams um Daniel Karasek über den nicht voll befriedigenden Kartenverkauf dürfte an diesem Abend unter den Leuchtraketen verpufft sein.

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Unterwegs in Deutschland und Polen – Teil 4

Die verschollene Generation – Ein Kieler Maler auf Usedom

Von Hannes Hansen

Von Anklam fahre ich weiter nach Usedom. Nicht in die so genannten Kaiserbäder nach Heringsdorf, Ahlbeck oder Bansin. So schön ihre Strände sind, so verlockend die Seebrücken, die ganz reizend wieder restaurierte und heimelig aufgebrezelte Bäderarchitektur, im Sommer meide ich die Ostseestrände Usedoms wie der Teufel das Weihwasser. Es geht dann hier zu wie überall an deutschen Stränden, nur noch mehr so. Eine Autobahn ist dagegen ein idyllischer Ort.

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Unterwegs in Deutschland und Polen – Teil 3

Theater ums Theater, ein Flugpionier und gotische Fresken – In Anklam

Von Hannes Hansen

Regen, Wolkenbruch, Regen. Halb Berlin, heißt es im Radio, steht unter Wasser. Zwischendurch behauptet die Sonne, sie sei auch noch da. Zum Beispiel im vorpommerschen Anklam.

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Emmas Pop war in aller Munde

Das A-cappella-Quintett Emma begeisterte in der Pumpe

Von Jörg Meyer

Kiel. „Wir sind die Generation Rock“, sangen einst Revolverheld. Wenn solchen Song das Kieler Vokal-Pop-Quintett Emma mit Beatbox und betörendem Falsettgesang als Opener covert, klingt das vor allem nach Pop in solchen Kaisers neueren A-cappella-Kleidern, also gewissermaßen nackt und ursprünglich.

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Unterwegs in Deutschland und Polen – Teil 2

Teil 2: Ein sinnloser Tunnel und ein ehemaliger Bahnhof – In Schwanheide

Von Hannes Hansen

Ins mecklenburgische Schwanheide geht es von Witzeeze im südöstlichen Schleswig-Holstein über allerlei Nebenstraßen vorbei an Äckern und Weiden, auf denen schwarzweiß gefleckte Rinder im Schatten einzelner Bäume dösen. Nur die mahlenden Wiederkäuerbewegungen ihrer Kiefer verraten, dass Leben in ihnen ist.

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Manchmal spürt man Lyrik

Beim Iron Slam in der Carlshütte wurde munter das Wort verhext

Von Jörg Meyer

Büdelsdorf. „Manchmal spür’ ick Lürick“ nennt der Berliner Slam-Poet Micha Ebeling seine dadaistischen Lautgedichte. Manchmal erspüren auch Theresa Hahl und Bente Varlemann das Lyrische des Text(ver)drängens. Und zwischen solche Manchmals sät beim zehnten Iron Slam in der Carlshütte Special Guest Helge Albrecht sein nord- und plattdeutsches „Moin“ des Textes.

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Unterwegs in Deutschland und Polen -Teil 1

Von Hannes Hansen

Wieder einmal bin ich, wie im vorigen Jahr, eine längere Zeit mit meinem VW-Bus unterwegs. Wohin? So genau weiß ich das selbst nicht. Ich lasse mich treiben, fahre zunächst einmal nur ein paar Kilometer ins Lauenburgische, dann soll es weiter gehen, an die deutsch-polnische Grenze nach Altwarp, hinüber nach Polen, zurück, die Oder entlang nach Süden. Vielleicht die Elbe nach Norden wieder hinauf? Wir werden sehen. Und berichten kann ich nur, wenn ich irgendwo eine WLAN-Verbindung finde: O2 und Hotspot, das funktioniert an der polnischen Grenze nicht. Also gibt es Verspätungen. ’tschuldigung.

1. Teil: Von Enten, die Fische, und Mücken, die Vögel sind – An der Stecknitz im Lauenburgischen

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Hymnische Himmel überm „Heimathafen“

Laith Al-Deen beschloss die Kieler Woche auf der NDR-Bühne

Von Jörg Meyer

Kiel. „Es ist eine Ehre für mich, dass ich zum Abschluss der Kieler Woche hier spielen darf“, freut sich der Mannheimer Pop-Barde Laith Al-Deen zu Beginn seines Konzerts auf der NDR-Bühne. Hier war er schon öfters zu Gast, jedesmal habe es nach Regen ausgesehen, der dann doch nie gekommen sei. Und so ist es auch diesmal, wenn er mit „Heimathafen“ vom aktuellen Album „Bleib unterwegs“ gleichsam in selbigen einläuft.

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Sommerliches Strahlen und Sinnieren

Sommerkonzert der Konzertreihe Eckernförde in der St. Nicolai Kirche

Von Jörg Meyer

Eckernförde. Mit der fanfarenartigen Prelude aus Marc-Antoine Charpentiers „Te Deum“ – besser bekannt als Eurovisions-Melodie – beginnen der Dresdner Trompeter Professor Peter Lohse, seine beiden Söhne Philipp (ebenfalls Trompete) und Maximilian (Violine, Konzertmeister im Kieler Philharmonischen Orchester) sowie der Kantor an der Dresdner Frauenkirche, Matthias Grünert (Orgel), das Sommerkonzert der Konzertreihe Eckernförde in St. Nicolai. Ein passender Auftakt, gibt er doch den Trompeten gleich zu Anfang Gelegenheit zum sommerlichen Strahlen.

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