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der kultur.blog für kiel und mehr

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Frisch durch nordische Wellen gesurft

Das Jazz-Quintett Flickstick mit neuer CD im Groove Center Kiel

Von Jörg Meyer

Kiel. Frischer geht’s nicht: Ein flinker Bote bringt die eben aus dem Press-Werk geschickte CD des Jazz-Quintetts Flickstick in das Groove Center Kiel. Doppelpremiere also – für das nach „Hymn“ (2014) zweite Album der Jazz-Baltica-Förderpreisträger 2012 um die Berliner Saxofonistin Birgitta Flick und die aus Kiel stammende Hamburger Posaunistin Lisa Stick sowie für das erste Foyer-Konzert im Groove Center.

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Singen für den Frieden

Der Kieler Rachmaninow Chor in der Krooger Stephanus-Kirche

Von Jörg Meyer

Kiel. Unter das Motto „Die Ostsee soll ein Meer des Friedens sein“ stellte der Rachmaninow Chor seine Konzertreise in Kiels Partnerstadt Tilsit (Sowetsk), Kaliningrad und nach Litauen. Diesen „gemeinsamen Kulturraum“ beschwor Chor-Leiter Gunther Strothmann auch beim Aussschnitt des auf jener Reise vorgetragenen Programms am Sonnabend in der Krooger Stephanus-Kirche.

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Die verhängnisvolle Seite der Wahrheit

Katrin Lindner eröffnet die Spielzeit im Kieler Schauspiel mit Henrik Ibsens „Die Wildente“

Von Christoph Munk

Kiel. Imposant und sauber aus Holz gefügt ragt die weiße Fassade in den Himmel. Doch der großartige Bau, das Haus von Konsul Werle, dreht sich und zeigt seine dunkle, verworrene Seite. Dort haust die Familie Ekdal – in kleineren, höchstens auskömmlichen Verhältnissen. Die sozialen Kontraste also sind unübersehbar, aber Alexander Wolfs raffinierte Raumerfindung auf der Bühne des Kieler Schauspielhauses offenbart ebenso deutlich, wie untrennbar die Familien Werle und Ekdal in Henrik Ibsens Schauspiel „Die Wildente“ verbunden sind. Sie sind, so will es Katrin Lindners Inszenierung, in eine ausweglos tödliche Tragödie getrieben.

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Ein aus der Zeit Gefallener

Die Kunsthalle Kiel entdeckt mit Gustav Wimmer einen fast Vergessenen

Von Hannes Hansen

Kiel. Caspar David Friedrich? Nein eigentlich nicht, obwohl die Einsamkeit, die den standbildhaften Figuren auf den Bildern Gustav Wimmers eingeschrieben ist, ebenso an ihn erinnert wie die bevorzugte Rückenansicht, in der der Maler sie präsentiert. Aber der Nebel, der über den Bildern zu liegen scheint, die ganz auf kühle Farbtöne reduzierte Palette, die manchmal an surrealistische (Alp-) Traumwelten erinnernden Landschaften, das Verschwinden der Figuren im Bild, all dies spricht eine andere Sprache als die des Greifswalder Romantikers, eine dezidiert moderne.

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Witz, Herz und Seele einer Ehe

Das Comedy-Duo Emmi & Willnowsky im MAX Nachttheater

Von Jörg Meyer

Kiel. Nur scheinbar ein ungleiches (Ehe-) Paar: die abgehalfterte Kammersängerin Emmi (Christoph Dompke) und ihr in Hassliebe verbundener Pianist Valentin Willnowsky (Christian Willner). Zumindest in den Witz-Duellen, genussvoll unter der Gürtellinie, sind sie – auch nach 21 Jahren „Ehe“ – im fast ausverkauften MAX Nachttheater ein Herz und eine Seele.

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Ein Mann redet sich heraus und dabei um Kopf und Kragen

Tilmann Ziemke inszeniert Vaclav Havels „Protest“ am Polnischen Theater

Von Hannes Hansen

Kiel. „Das Stück scheint veraltet“, sagt Tilman Ziemke. „Aber leider ist dem nicht so.“ Und deshalb beginnt seine Inszenierung von Vaclav Havels 1978 entstandenem Zwei-Personen-Stück „Protest“ am Polnischen Theater mit einem Videolaufband, das die politische Situation in der Tschechoslowakei jener Jahre erläutert. Ein ähnliches Laufband schlägt am Schluss die Brücke zur heutigen Türkei und endet mit der bangen Frage „Und Deutschland???“

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Keine Angst vor heißen Eisen

Özgür Cebe mit „Born in the BRD“ im Lutterbeker

Von Jörg Meyer

Lutterbek. Deutscher geht’s nicht, wenn Özgür Cebe im gut besuchten Lutterbeker zu den Klängen von Beethovens „Fünfter“ und Strauss’ „Zarathustra“ aus dem Off sein Programm „Born in the BRD“ anmoderiert.

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Form, Farbe und Emotion

Herbstkonzert des LandesJugendEnsembles für Neue Musik im Audimax der FH

Von Jörg Meyer

Kiel. „Lassen Sie sich von diesen sehr lauten Klängen nicht erschrecken“, empfiehlt Rüdiger Bohn, der neue Leiter des LandesJugendEnsembles für Neue Musik, bei James Tenneys „Form 1 in memoriam Edgar Varèse“, mit dem das 2009 im Rahmen von „chiffren“ gegründete Ensemble sein Herbstkonzert im gut besuchten Audimax der Fachhochschule Kiel fulminant beschließt.

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Das Meer politisch gesehen

CineMare vergab sechs Filmpreise

Von Jörg Meyer

Kiel. Dass das Meer sowohl ein noch kaum entdeckter Lebensraum ist, als auch eine gefährdete Sphäre, die es zu schützen gilt, zeigte das Meeresfilmfestival CineMare in seinem fünf-tägigen Programm mit über 40 Filmen und bei der Preisverleihung am Sonnabend im CinemaxX.

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Träume aus der Tiefe

Drei schleswig-holsteinische Filme tauchten bei CineMare in die Tiefen des Meeres und der Seele

Von Jörg Meyer

Kiel. „Wo Wissenschaft und Kunst verschmelzen, entsteht eine neue filmische Realität“, sagt der Kieler Filmemacher Gor Margaryan über seinen Essay-Film „Hydrographie“. Darin träumt er sich in die Tiefe des Meeres, wohin auch in Björn Kurtenbachs Hochglanz-Doku „Virtual Vents“ Wissenschaftler abtauchen, um im Südpazifik die bizarre Welt eines unterseeischen Vulkans zu erforschen. Ebenso bringen die Kieler Submaris-Taucher von ihren Expeditionen faszinierende Bilder auf die CineMare-Leinwand.

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