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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

Vom Drehbuch zum Hörbuch

Der Drehbuchpreis SH wurde online vergeben

Von Jörg Meyer

Kiel. „Nun das dritte Hörbuch … ich meine natürlich Drehbuch“, kündigt Moderator Horst Hoof die Lesung des letzten von drei Finalisten beim Drehbuchpreis SH an. Ein Versprecher, der nicht von Ungefähr kommt. Denn dass Filme nicht nur auf die Leinwand, sondern auch ins Kopfkino des Ohres gehören, hatte der vom Verein Filmkultur SH und Regisseur Christian Mertens initiierte Drehbuchpreis SH bereits 2018 und 2019 mit den Lesungen von noch unverfilmten Kurzfilmdrehbüchern im Studio Filmtheater bewiesen. In Corona-Zeiten, wo die Kinos geschlossen sind, konnten die Lesungen der drei Finalisten, die eine Vorjury aus 40 eingesandten Drehbüchern ausgewählt hatte, nun „nur“ als Hörspiele im Podcast stattfinden.

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Zeit

Schleswig-Holsteinisches Dekameron:
Teil 19


Von Henning Schöttke

So wie einst eine Gruppe junger reicher Leute sich vor der Pest im Florenz des Jahres 1348 auf einen Landsitz flüchtete und sich ihre Zeit mit dem Erzählen von Geschichten vertrieb, versuchen einige miteinander befreundete Menschen fortgeschrittenen Alters und mit gesichertem Einkommen, auf einer Hallig der Gefahr einer Covid19-Erkrankung zu entkommen … Hier die neunzehnte Geschichte, in der Enrico Scottini vom Mut eines Tormanns beim Elfmeter erzählt, einem Tormann, dessen zeitgelupte Wahrnehmung ihn (fast) jeden Torschuss halten lässt.

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Filmfest Schleswig-Holstein 2020 online

Kiel. Das Filmfest Schleswig-Holstein findet 2020 in reduzierter Form und ausschließlich online statt. Neben dem Kurzfilm-Wettbewerb kündigt das Festival nun noch zwei weitere Programmpunkte an: Der 2019 zum ersten Mal durchgeführte Hochschultag Film findet auch in diesem Jahr in Form einer Videokonferenz statt. Und vom 27.11. bis 6.12. stehen auf der Festival-Webseite eine Reihe von Kurzfilmen außer Konkurrenz zum Streamen bereit.

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Ton in Ton

Kieler Filmteam drehte ein doppeltes Künstlerporträt für die Reihe „Tandem“

Von Jörg Meyer

Kiel. „Wir sitzen alle in einem Boot, Musiker können nicht auftreten, bildende Künstler nicht ausstellen“, sagt der Kieler Bildhauer Giotto Bente. Und Filmemacher können in Corona-Zeiten keine Filme machen, geschweige auf die Leinwand erneut geschlossener Kinos bringen, könnte man ergänzen. Doch im Rahmen des Kulturfestivals SH haben Landeskulturverband und Landesregierung das neue Format „Tandem“ entwickelt, das aus der Not eine Tugend macht, und dafür großzügige Fördermittel bereitstellt.

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Pharisäer

Schleswig-Holsteinisches Dekameron:
Teil 18


Von Rolf Kamradek

So wie einst eine Gruppe junger reicher Leute sich vor der Pest im Florenz des Jahres 1348 auf einen Landsitz flüchtete und sich ihre Zeit mit dem Erzählen von Geschichten vertrieb, versuchen einige miteinander befreundete Menschen fortgeschrittenen Alters und mit gesichertem Einkommen, auf einer Hallig der Gefahr einer Covid19-Erkrankung zu entkommen … Hier die achtzehnte Geschichte, in der Jan Pottkieker von einer Eisnacht zwischen den Inseln im Wattenmeer erzählt, in der die Geburt eines Kindes sich zu früh ankündigt und ein anderes nachholend gezeugt wird.

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Die fremde Frau

Schleswig-Holsteinisches Dekameron:
Teil 17


Von Elke Prediger

So wie einst eine Gruppe junger reicher Leute sich vor der Pest im Florenz des Jahres 1348 auf einen Landsitz flüchtete und sich ihre Zeit mit dem Erzählen von Geschichten vertrieb, versuchen einige miteinander befreundete Menschen fortgeschrittenen Alters und mit gesichertem Einkommen, auf einer Hallig der Gefahr einer Covid19-Erkrankung zu entkommen … Hier die siebzehnte Geschichte, in der Wiebke Hoyer einer seltsamen Frau begegnet.

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Denkwürdige Auferstehung und Abgesang

Der Opernchor mit Verdis „Quattro pezzi sacri“ und ausgewählten Opernchören im Kieler Schloss

Von Jörg Meyer

Kiel. Ein „denkwürdiges Konzert“ kündigte die Musiktheaterdramaturgin Eva Bunzel am Sonntag im Großen Konzertsaal des Kieler Schlosses an. Eigentlich wollte sich der Opernchor, der wegen der Corona-Pandemie seit März nicht mehr auftreten konnte, mit Giuseppe Verdis selten gesungenen „Quattro pezzi sacri“ plus drei Chören aus Opern des Meisters auf der Bühne zurückmelden. Doch durch den neuerlichen Lockdown war die „Auferstehung“ vor gut 100 Zuhörern – die Regelung von maximal 100 war kurzfristig noch einmal gelockert worden – gleichzeitig ein Abgesang für mindestens vier Wochen.

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Musik zum Film oder Film zur Musik?

Das Duo Trimonic mit seinem neuen Album und Film im Studio-Kino

Von Jörg Meyer

Kiel. Einen „würdigen Abschied“ nennt Matthias Ehr, Mitbetreiber des Studio Filmtheaters, eine der letzten dortigen Vorführungen vor der erneuten Corona-Zwangspause. Und „handwerklich eine glatte Eins“ attestiert er dem experimentellen Projekt „The Freedom to Make Mistakes“ des norddeutschen Duos Trimonic in Zusammenarbeit mit der Hamburger Animationsfilmemacherin Kerstin Welther, das am Freitag CD-Release und Leinwand-Premiere feierte.

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Zwischen Hygge und Hoffnung

Das Kieler Philharmonische Orchester auf der Spur großer Gefühle

Von Jörg Meyer

Kiel. „Hygge“ nennen die Dänen ein besonderes Gefühl zwischen lichter Lebensfreude, heimeliger Geborgenheit und einer Spur romantischer Melancholie. Das passt zum „Deutsch-Dänischen kulturellen Freundschaftsjahr“, zur Jahreszeit und bietet nicht zuletzt die wichtige Portion Hoffnung in einer Zeit großer Verunsicherung durch die Corona-Pandemie. So steht die „Jubiläums-Hygge“ als Motto über dem 2. Philharmonischen Konzert unter Leitung von Kapellmeister Daniel Carlberg, das um große Gefühle in der Musik kreist.

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Ein trauriger Clown macht Faxen

Markus Dentler ist Krapp in Becketts „Das Letzte Band“

Von Hannes Hansen

Kiel. Krapp, ein altersschwacher, heruntergekommener Mann, sitzt an seinem neunundsechzigsten Geburtstag an einem Tisch und hört sich auf einem uralten Tonbandgerät dreißig Jahre alte Aufnahmen an, auf denen er sein bisheriges Leben wechselnd zynisch, in schönen Erinnerungen schwelgend oder wütend kommentiert. Er folgt diesen Erinnerungen an eine in manchem hoffnungsfrohe Zeit meist schweigend oder kommentiert sie mit meckerndem Lachen und wegwerfenden Gesten. Immer wieder unterbricht er die Wiedergabe, um bewegungslos vor sich hinzustarren oder in einem Kabuff hinter der Bühne Alkohol zu trinken.

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