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Hannes Hansen

Der Sieg der Phantasie über die Realität

Christoph Munk inszeniert am Theater Die Komödianten die Geschichten um den Lügenbaron Münchhausen als Gerichtsfarce

Von Hannes Hansen

Kiel. Nein, nein, nein, ein Lügenbaron will er nicht sein, dieser Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen. Lügen habe er nie erzählt, behauptet er, bestenfalls ein paar Schnurren im Kreise seiner Freunde bei einem Glas Rotwein am heimatlichen Kamin seines Schlosses im braunschweigischen Bodenwerder. Und weil er um seinen guten Ruf  besorgt ist, lässt er nun, über zweihundert Jahre nach seinem Tod im Theater „Die Komödianten“ Klage vor Gericht erheben.

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Liebesgrüße an die gelbe Stadt

Hannes Hansen schildert in seinem neuen Roman das Potsdam der Wendezeit

Von Kai U. Jürgens

„Er wird sich schon wieder melden.“ Dies geht Silvia durch den Kopf, als ihr mit Antiquitäten handelnder Mann Georg nach einer Messefahrt in den frühen 1990er Jahren nicht nach Hause kommt. Doch Georgs Verschwinden hat tiefere Beweggründe; er fühlt einen unbestimmbaren Verlust, der keinen Aufschub duldet. Also kehrt er als knapp Fünfzigjähriger in seine Heimatstadt Potsdam zurück – mit unabsehbaren Konsequenzen …

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Letzte Schatzsuche

Mit der Präsentation „Image not available“ verabschiedet sich die Kieler Universitätsbibliothek (vorerst?) von ihrer langjährigen Ausstellungspraxis

Von Hannes Hansen

Kiel. Der Besuch der Kieler Universitätsbibliothek lädt wieder zu einer Schatzsuche für Bücherfreunde ein. Dr. Klára Erdei, als Fachreferentin unter anderem für die Altbestände der Bibliothek zuständig und seit 2001 engagierte Ausstellungsmacherin, breitet mit der Präsentation „Image not available“ in den Vitrinen im Foyer noch einmal und absehbar zum letzten Mal aus, was die zweitälteste Universität des Königreichs Dänemark an Buchschätzen aus über eintausend Jahren zu bieten hat.

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Auf der Suche nach Erlösung

Malte Kreutzfeldt inszeniert „Früchte des Zorns“ am Kieler Schauspiel

Von Hannes Hansen

Kiel. Kritik am Raubtierkapitalismus, ein apokalyptisches Armageddon, der Auszug der Kinder Israels aus Ägypten oder die Suche nach dem versprochenen Paradies? John Steinbecks „Früchte des Zorns“ ist, darüber sind sich die meisten Interpreten einig, wohl von allem etwas.

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Nix da mit Rettung

Annette Pullen inszeniert am Kieler Schauspiel Goethes „Faust“

Von Hannes Hansen

Kiel. Bekanntermaßen verkündet Mephisto am Ende von Goethes „Faust“ mit dem Spruch „Sie ist gerichtet“ das Urteil über die Kindsmörderin Gretchen. Dann aber interveniert eine „Stimme von oben“ (wohl der liebe Gott oder einer seiner Erzengel): „Ist gerettet.“

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Eine selbstbewusste Frau

Mit der Ausstellung von „Angesicht zu Angesicht“ zeigt die Kunsthalle Kiel Werke von Lotte Laserstein

Von Hannes Hansen

Kiel. Sie wirken ernst, ja bedrückt, die Frauen und Männer, die rund um einen Tisch auf dem Balkon eines Hauses in Potsdam versammelt sind. Kein Blick fällt auf das grandiose Panorama der Stadt, die hinter ihnen wie ein Menetekel unter einem schweren Himmel im Abendlicht liegt, auf Schinkels Nikolai-, auf die Heilig-Geist-Kirche. Es ist als ahnten die Abendgesellschaft das kommende Unheil.

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Blicke auf drei unterschiedliche Werkgruppen

Kieler Stadtgalerie zeigt Miniaturlandschaften in der zeitgenössischen Fotografie, Kieler Kunst zwischen 1918 und 1945 und Ausstellungsplakate zu Ulrich Behl

Von Hannes Hansen

Kiel. Mit gleich drei Präsentationen macht die Kieler Stadtgalerie seit Freitagabend mächtig etwas her. Im Foyer grüßen den Besucher an die fünfzig Plakate aus ebenso vielen Jahren, die Ausstellungen des Zeichners, Grafikers und Objektkünstlers Ulrich Behl ankündigen. Im Anschluss an die Räume der Heinrich-Ehmsen-Stiftung wird an das Schaffen von Kieler Künstlern nach dem Ersten Weltkrieg erinnert.Und einem ganz speziellen Thema der Fotografie ist die Hauptausstellung gewidmet: „Modell Naturen”.

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Heide, Moor und Birken

Otto Modersohn und die Worpsweder im Museum EckernfördeVon Hannes Hansen

Von Hannes Hansen

Eckernförde. Heute ist der Maler Otto Modersohn (1865 – 1943) zwar nicht vergessen, steht aber im öffentlichen Bewusstsein, das sich bekannter Maßen ja vor allem an der Höhe der erzielten Auktionspreise misst, wohl etwas im Schatten seiner Frau, der mit gerade einmal 31 Jahren gestorbenen Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907); einer Frau, die nach mehreren, auch längeren Paris-Aufenthalten energischer als er die Impulse des französischen Impressionismus und der Kunst eines van Gogh oder Gauguin aufnahm und sich auf ihre individuelle Weise anverwandelte.

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Sensibler Kraftprotz und gefesselter Prometheus

Daniel Karasek inszeniert Shakespeares „Hamlet” am Kieler Schauspielhaus

Von Hannes Hansen

Kiel. Der bekannte Wiener Theaterkritiker Alfred Polgar schrieb einmal nach einer Premiere: „Als ich um halb zehn auf die Uhr schaute, war es halb neun.“ Nun, mir ging es am Freitagabend im Kieler Schauspielhaus genau umgekehrt. Als ich um halb elf auf die Uhr schaute, war es halb zwölf. Daniel Karaseks Inszenierung des „Hamlet“ macht Tempo ohne Kurzatmigkeit und sorgt für eine Art geordneten Wirbel in einem Stück, das ja vor allem in den letzten beiden Akten nicht ganz frei von klamottigen Screwball-Elementen ist.

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Der Maler und sein Modell

Mit der Ausstellung „Universum Picasso: Die Suite Vollard“ zeigt die Kieler Kunsthalle den Künstler auf der Höhe seiner Schaffenskraft

Von Hannes Hansen

Kiel. Es sind 100 Grafiken, größten Teils Radierungen, aber auch Aquatinta- und Kaltnadelarbeiten, die Pablo Picasso, der sich ab etwa 1930 mit geradezu herrscherlicher Geste nur noch „Picasso“ nannte und damit eine Marke kreierte, die Picasso also zwischen 1930 und 1937 auf Anregung des Kunsthändlers Ambroise Vollard schuf.

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