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Autor Jörg Meyer

Das Schleswig-Holsteinische Dekameron: Vorrede

Von Hannes Hansen

So wie einst eine Gruppe junger reicher Leute sich vor der Pest im Florenz des Jahres 1348 auf einen Landsitz flüchtete und sich ihre Zeit mit dem Erzählen von Geschichten vertrieb, versucht eine (noch unbestimmte) Anzahl von miteinander befreundeten Menschen fortgeschrittenen Alters und mit gesichertem Einkommen, auf einer Hallig der Gefahr einer Covid19-Erkrankung zu entkommen … Hier die Vorrede von Hannes Hansen über die Ankunft der illustren Runde auf der Behnshallig.

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Der langsame Abschied vom Kino wie wir es kennen – Aus Kieler Perspektive

Von Helmut Schulzeck

Seine Kindheit verbrachte der Autor in den späten 50er und frühen 60er Jahren in Nortorf. Der sonntägliche Kinogang in die Schauburg war damals noch selbstverständlich. Doch gut 50 Jahre später läuft das mancherorts schon lange prophezeite und befürchtete Endspiel bzw. die (nun finale?) (Struktur-) Krise für die gesamte deutsche Kino-Wirtschaft. Zu verfolgen ist die Ablösung der Kino-Leinwand in ihrer bisherigen Funktion fürs anlasslose Filmeschauen durch Display und Bildschirm, die mit einem expansiven Wachstum an digitalen Videostreaming-Diensten einher geht. Die Corona-Krise hat die schon vorher nicht leichte Situation für die Kinos extrem verschärft.

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Applaus im Kopf

Landesmeisterschaften im Poetry Slam

Von Jörg Meyer

Rendsburg. Poetry Slam, der Dichterwettstreit auf der Bühne, lebt vom Publikum. Doch in Corona-Zeiten muss er andere Wege finden. Als „Geisterspiel“ wurden die Landesmeisterschaften im Poetry Slam 2020 am Freitag per Live-Stream aus dem Rendsburger Nordkolleg übertragen und entschieden.

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Großer Kiel Beton – Seelenlos

Ein kleines Zwischenfazit

Von Helmut Schulzeck

Kiel. 32 Bäume und weitere Anpflanzungen sollen die steinerne Wüstenei rund um die beiden neuen Betonbecken, die den so genannten „Kleinen Kiel Kanal“ bilden, verbrämen und ein Gegengewicht setzen, gegen ein Musterbeispiel der uninspirierten neueren Stadtgestaltung Kiels, für die der von den KN euphemistisch als „Holstenfleet“ betitelte städtebauliche Offenbarungseid geradezu herausragend steht.

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Kreativ in der Krise

19 Kurzfilme im Finale des Wettbewerbs „Nur 48 Stunden“

Von Jörg Meyer

Kiel. Die Corona-Krise hat manches zum Erliegen gebracht, die Kreativität schleswig-holsteinischer Filmschaffender hingegen hat sie beflügelt. In der 14. Ausgabe des vom Studentenwerk, Landesverband Jugend & Film und dem Offenen Kanal ausgerichteten Kurzfilmwettbewerbs „Nur 48 Stunden“ gab es mit 46 am Drehwochenende Anfang Mai fertiggestellten Filmen die höchste Beteiligung seit Bestehen des Wettbewerbs. 19 Filme schafften es ins Finale, das am 20. Mai nicht wie sonst üblich im Metro-Kino gezeigt wurde, sondern als Live-Stream mit Videokonferenz.

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Sag mir, wo die Kieler sind

Helmut Schulzeck drehte einen Video-Clip im durch Corona menschenleeren Kiel

Von Helmut Schulzeck

Kiel. Eigentlich sollte ich doch mal die leeren Straßen Kiels filmen, dachte ich an einem späten Donnerstagmorgen, Ende März 2020. Denn so entvölkert wie zu Corona-Zeiten sieht man tagsüber die Kieler Innenstadt sonst nie. Gesagt, getan, zog ich mit meinem chinesischen Smartphone Xiaomi Mi9 los von meiner Wohnung, die nur Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt. Am Sophienblatt Ecke Herzog-Friedrich-Straße machte ich meine ersten Aufnahmen, schlenderte weiter zum Bahnhof, dann rüber zum Einkaufszentrum Sophienhof, durch die Fußgängerzone bis zur so genannten Kieler Altstadt.

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Gelungenes Experiment

Beim Philharmonic Poetry Slam konzertierten im Kieler Schloss Philharmonisches und Poetisches

Von Jörg Meyer

Kiel. „Wer war noch nie bei einem Poetry Slam?“, fragt Moderator Björn Högsdal das Publikum. Da gehen im fast ausverkauften Schloss doch recht viele Arme hoch. Selbst in der Reihe „Con Spirito“, wo es immer um Crossover und über Genregrenzen hinweg geht, hat mancher Konzertgast von Slam-Poetry noch nie etwas gehört. Das soll in dem Experiment, welches das Philharmonische Orchester und vier schleswig-holsteinische Slam-Poeten hier wagen, anders werden.

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Eine Werbung für den Werbefilm

Lars Büchel präsentierte im Rahmen der Reihe FilmFörde eine Auswahl seines Werbefilmschaffens

Von Helmut Schulzeck

Kiel. Wer einmal Lars Büchel am Drehort erlebt hat, der wird sich sicherlich daran erinnern, mit welcher fast spielerischen Eindringlichkeit und gelassenen Bestimmtheit der Kieler Regisseur mit seinen Schauspielern und seinem Team hinter der Kamera zu kommunizieren und zu arbeiten pflegt. Hinzu kommen nicht selten fantasievolle bzw. „ein-falls-reiche“ Originalität, die sich in einer adäquaten Umsetzung von urigen oder schrägen Geschichten niederschlägt, und ein listiger, aber nicht zurückhaltender Humor, der in seiner anarchischen Konsequenz zum Wohle einer gefeierten Komik sich nicht scheut, auch die Grenzen zum ausgelassenen Klamauk zu überschreiten, wenn es denn sein muss – und es muss bisweilen sein.

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Prozession des Lebens

Kai Zimmers Dokumentarfilm „Ritual“ feiert Kiel-Premiere

Von Jörg Meyer

Kiel. Alle sieben Jahre im August ist die nördlich von Neapel gelegene Kleinstadt Guardia Sanframondi für eine Woche im Ausnahmezustand. Unter Beteiligung eines Großteils der 5.000 Einwohner werden in einer Prozession biblische Szenen aus Altem und Neuem Testament sowie Märtyrergeschichten unter großem Aufwand von Kostümen und Requisiten als lebendige Standbilder nachgestellt. Dieses archaisch anmutende Ereignis dokumentiert Kai Zimmer in seinem 69-minütigen Film „Ritual“.

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Schokopudding, Ananas und die Liebe

Zum zweiten Mal fantasiereiches Kopf-Kino beim Drehbuchpreis Schleswig-Holstein

Von Jörg Meyer

Kiel. Und ewig grüßt nicht das Murmeltier, sondern der Schokopudding: „12 Uhr 30. Küche. Innensicht aus dem Kühlschrank. Thomas öffnet ihn. Vor ihm ein Schoko-Sahne-Pudding …“ Im steten Rhythmus der Arbeitstage wiederkehrende Regieanweisung aus „Einer für zwei“ von Chantelle Bissinger, eines von vier Kurzfilmdrehbüchern, nominiert für den Drehbuchpreis Schleswig-Holstein 2019.

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