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Autor Jörg Meyer

Gelungenes Experiment

Beim Philharmonic Poetry Slam konzertierten im Kieler Schloss Philharmonisches und Poetisches

Von Jörg Meyer

Kiel. „Wer war noch nie bei einem Poetry Slam?“, fragt Moderator Björn Högsdal das Publikum. Da gehen im fast ausverkauften Schloss doch recht viele Arme hoch. Selbst in der Reihe „Con Spirito“, wo es immer um Crossover und über Genregrenzen hinweg geht, hat mancher Konzertgast von Slam-Poetry noch nie etwas gehört. Das soll in dem Experiment, welches das Philharmonische Orchester und vier schleswig-holsteinische Slam-Poeten hier wagen, anders werden.

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Eine Werbung für den Werbefilm

Lars Büchel präsentierte im Rahmen der Reihe FilmFörde eine Auswahl seines Werbefilmschaffens

Von Helmut Schulzeck

Kiel. Wer einmal Lars Büchel am Drehort erlebt hat, der wird sich sicherlich daran erinnern, mit welcher fast spielerischen Eindringlichkeit und gelassenen Bestimmtheit der Kieler Regisseur mit seinen Schauspielern und seinem Team hinter der Kamera zu kommunizieren und zu arbeiten pflegt. Hinzu kommen nicht selten fantasievolle bzw. „ein-falls-reiche“ Originalität, die sich in einer adäquaten Umsetzung von urigen oder schrägen Geschichten niederschlägt, und ein listiger, aber nicht zurückhaltender Humor, der in seiner anarchischen Konsequenz zum Wohle einer gefeierten Komik sich nicht scheut, auch die Grenzen zum ausgelassenen Klamauk zu überschreiten, wenn es denn sein muss – und es muss bisweilen sein.

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Prozession des Lebens

Kai Zimmers Dokumentarfilm „Ritual“ feiert Kiel-Premiere

Von Jörg Meyer

Kiel. Alle sieben Jahre im August ist die nördlich von Neapel gelegene Kleinstadt Guardia Sanframondi für eine Woche im Ausnahmezustand. Unter Beteiligung eines Großteils der 5.000 Einwohner werden in einer Prozession biblische Szenen aus Altem und Neuem Testament sowie Märtyrergeschichten unter großem Aufwand von Kostümen und Requisiten als lebendige Standbilder nachgestellt. Dieses archaisch anmutende Ereignis dokumentiert Kai Zimmer in seinem 69-minütigen Film „Ritual“.

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Schokopudding, Ananas und die Liebe

Zum zweiten Mal fantasiereiches Kopf-Kino beim Drehbuchpreis Schleswig-Holstein

Von Jörg Meyer

Kiel. Und ewig grüßt nicht das Murmeltier, sondern der Schokopudding: „12 Uhr 30. Küche. Innensicht aus dem Kühlschrank. Thomas öffnet ihn. Vor ihm ein Schoko-Sahne-Pudding …“ Im steten Rhythmus der Arbeitstage wiederkehrende Regieanweisung aus „Einer für zwei“ von Chantelle Bissinger, eines von vier Kurzfilmdrehbüchern, nominiert für den Drehbuchpreis Schleswig-Holstein 2019.

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Fesseln der Schuld und Sühne

Henning Schöttke legt mit „Invidias Gesetze“ den fünften Roman seiner Todsünden-Reihe vor

Von Jörg Meyer

Kronshagen. Seit nunmehr zehn Jahren beschäftigt sich Henning Schöttke in seiner auf sieben Bände angelegten Romanreihe mit den Sieben Todsünden. Im fünften Band „Invidias Gesetze“ geht es um die Todsünde des Neids (lateinisch: Invidia). Wobei die Todsünden in allen Romanen „symbolhaft für mit ihnen in Beziehung stehende existentielle Grundlagen des Lebens“ stehen, sagt Schöttke. Im 2017 erschienenen „Superbias Lied“ stehen Eitelkeit und Hochmut für die Kunst und nunmehr in „Invidias Gesetze“ Neid und Eifersucht für Recht und Schuld.

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Mit Fluxus an der Ampel

Muthesius Kunsthochschule ehrte Ben Patterson

Von Jörg Meyer

Kiel. Zum 85. Geburtstag des New Yorker Fluxus-Pioniers Ben Patterson am Mittwoch war die Kreuzung am Knooper Weg neben dem Muthesius Kunsthochschul-Campus ein bisschen Times Square und Abbey Road. Ann Noel, eigens angereiste Wegbegleiterin Pattersons, schritt an der Ampel zielstrebig voran.

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Filmpreise für halbe Hähnchen, Endstationen und ein „Haimweh“

Kurzfilmwettbewerb „Nur 48 Stunden“

Von Jörg Meyer

Kiel. 42 Filmteams skripteten, drehten und schnitten vom 17. bis 19. Mai für den Kurzfilmwettbewerb „Nur 48 Stunden“. 14 kamen ins Finale im metro-Kino und zeigten, wie kreativ sie mit dem Motto „Endstation“ und den drei Vorgaben umgehen. Der Jury, die drei Jürgen-Prediger-Filmpreise verlieh, fiel die Wahl sehr schwer.

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Die Alte Feuerwache

Altstadt-Träume oder semantische Verirrungen?

Ein kommentierender Befund von Helmut Schulzeck

Kiel. Die neue Wohnanlage „Alte Feuerwache“ in der so genannten „Kieler Altstadt“ wurde beim Deutschen Städtebaupreis 2018 als vorbildlich ausgezeichnet. Die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung begründete dies damals mit der Feststellung, dass das Projekt „einen zentralen Beitrag zur Altstadtentwicklung Kiels und zur stärkeren Vernetzung der Stadträume“ leiste. – Nun, was lässt sich zu dieser Sicht des auch von seinen Bewohnern mit Lob bedachten neuen Wohnungskomplexes aus kritischer städtebaulicher Perspektive sagen?

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Neue Ecken und Kanten

Alte Bekannte ließen im Kieler Schloss schon mal etwas von ihrem nächsten Album hören

Von Jörg Meyer

Kiel. „Unprofessional“ nennen sich die Alten Bekannten, Nachfolgeband der vor zwei Jahren aufgelösten Wise Guys, selbstironisch im gleichnamigen Song. Nichts davon – der Song spielt höchst professionell mit den Genres, swingt, erinnert an das „Rat Pack“ und zeigt Dän, Nils, Björn (Ex-Wise Guys) sowie Ingo und Clemens (professioneller Zuwachs) als würdige Nachfolger im fast ausverkauften Schloss.

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Filmblicke auf die Kunst

Beim Filmfest SH wurden zwei Filme über Künstler preisgekrönt

Von Jörg Meyer

Kiel. Jahrelang hat Henri Haake Kunst studiert. Nun hat er das Examen in der Tasche. Aber wie geht es weiter, wie etabliert man sich im Kunstbetrieb? „Mann auf Blau“ nennt der inzwischen an der Babelsberger Filmuniversität Konrad Wolf studierende Eckernförder Filmemacher Friedrich Tiedtke seine Kurz-Doku über einen Künstler, wie er auf dem Sprung, mit der er beim am Sonnabend zuende gegangenen 23. Filmfest SH den von der PSD-Bank gestifteten Publikumspreis Kurzfilm gewann.

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