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Christoph Munk

Vom Eise befreit

Feuerwerk und Frühlingsgefühle: Puccinis „Turandot“ als Open Air-Spektakel auf dem Kieler Rathausplatz

Von Christoph Munk

Kiel. Ach, und am Ende das Feuerwerk! „Schön war’s und kracht hat’s“, hätte jetzt Karl Valentin gesagt. Und er hätte vielleicht bedauert, dass so die Musik plötzlich aus dem Kopf geknallt wird, sich die Akteure mitten im Schlussapplaus von Zisch und Bumm und Lichtfontänen die Show stehlen ließen. Allerdings: So war’s doch ein pfundiges Spektakel: Giacomo Puccinis „Turandot“ als große Open Air-Oper auf dem Kieler Rathausplatz, bei der Premiere mit günstiger Witterung gesegnet und mit freudigem Jubel gefeiert. Der Missmut des Teams um Daniel Karasek über den nicht voll befriedigenden Kartenverkauf dürfte an diesem Abend unter den Leuchtraketen verpufft sein.

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Wie der Stern einer Liebe verglüht

Die Akademien am Theater Kiel begeistern mit dem Musical „Marina. Die kleine Meerjungfrau“

Von Christoph Munk

Kiel. Vom Schauspielhaus an der Holtenauer Straße konnte man sich am Sonntag direkt an die Spiellinie auf der Krusenkoppel versetzt fühlen. Denn das Geschehen hier führte wie die Aktivität dort in Unterwasserwelten. Und an beiden Schauplätzen steht die junge Generation im Mittelpunkt. Während dort noch bis zum Ende der Kieler Woche schöpferisch gearbeitet wird, präsentierten hier Akademien am Theater ein rundes, vollendetes Ergebnis: Die Uraufführung „Marina. Die kleine Meerjungfrau“ wurde mit großem, begeistertem Beifall bedacht.

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Komik über doppelten Böden

Siegfried Bühr zeigt eine milde Version von Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ im Kieler Schauspiel

Von Christoph Munk

Kiel. Der Junge will einen Keks. Dabei sollte der Sechsjährige jetzt schlafen, aber er quengelt. Also wird nichts aus dem ruhigen Abend bei Sonja und Henri. Und es kommt noch schlimmer. Es klingelt und die Finidoris stehen vor der Tür, Hubert und Ines, einen Tag früher als erwartet. Nichts ist für die Gäste vorbereitet, aber nun sind sie da. Also ist eines jener Beziehungskonstrukte komplett, in die Yasmina Reza so gern das Personal ihrer Stücke zwingt. Diesmal führt sie den doppelten Paarlauf in drei Varianten vor: „Drei Mal Leben“. Ein Experiment, das Siegfried Bühr in seiner Inszenierung für das Kieler Schauspiel nicht aus nüchterner Distanz vollzieht, sondern sich mit bemerkenswerter Sympathie den Menschen in diesem Quartett nähert.

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Alles in Bewegung – in der Bude wie an Bord

Im Kieler Werftpark-Theater ist der Abenteuerroman „Die Schatzinsel“ als turbulentes Spektakel zu sehen

Von Christoph Munk

Kiel. Wer hätte die Geschichte nicht gelesen? Wer nicht eine der zahlreichen Film- oder Fernsehfassungen gesehen? „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson ist seit über 100 Jahren ein Klassiker der Abenteuerliteratur, voller atemberaubenden Wendungen und voller faszinierender Figuren. Und nun geht er in einer Dramatisierung von Christoph Busche und unter der Regie von Astrid Großgasteiger über die Bühne des Theaters im Werftpark. Ein buntes, aufgekratztes Spektakel wurde daraus, so voller Spiellust, dass die Bretter im Haus zu eng werden und Hang und Wiese, Bäume und Teich im Parkgelände zu Schauplätzen werden.

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Das ewige Elend der Liebe im Glanz des Barock

Eine Kieler Ausgrabung: Jean-Marie Leclairs „Skylla und Glaukos“ musikalisch und szenisch spannend Von Christoph Munk Kiel. Es ist das ewige Elend: Zwei Frauen verlieben sich in denselben Mann. Das geht selten gut aus. Auch nicht in der Mythologie des antiken Griechenland…. Weiterlesen →

Vom Dasein schräg ins Leben gestellt

Malte Kreutzfeldt erhellt am Kieler Schauspiel Dea Lohers verhangenes Dialogstück „Unschuld“ Von Christoph Munk Kiel. Was für ein wundersamer, würdevoller Reigen! Getragen von Schuberts „Ave Maria“ schweben, den Figuren eines alten Glockenspiels gleich, die Akteure aus Dea Lohers „Unschuld“ auf… Weiterlesen →

Ist das Grundgesetz zum Abschuss frei?

Ferdinand von Schirachs umstrittenes Pseudo-Dokumentarstück „Terror“ im Kieler Ratssaal Von Christoph Munk Kiel. Das Ergebnis lautete 79 zu 49. Im Klartext: 79 der Zuschauer entschieden sich nach der Premiere von Ferdinand von Schirachs Stück „Terror“, den Angeklagten als „nicht schuldig“ zu… Weiterlesen →

Alte Bekannte – lange nicht gesehen

Das Kieler Theater gibt seinen Spielplan für die Saison 2017/18 bekannt Von Christoph Munk Kiel. Rossini, Richard Strauss, Verdi und Wagner – Kiels Opernfreunde dürfen sich in der kommenden Spielzeit wieder auf Werke der großen, vertrauten Komponisten freuen. Und auch… Weiterlesen →

Zwei Wege: Widerstand oder Gehorsam

Neue Produktion im Werftpark: „Sophie/Clara“ erzählt von zwei Frauen unterm Nazi-Regime Von Christoph Munk Kiel. Wie sich die Bilder gleichen: In beiden steht hoch aufgerichtet im grellen Scheinwerferlicht eine junge Frau, gekleidet in die schmucklos strenge Uniform des Bundes Deutscher… Weiterlesen →

Wem gehört eigentlich das Fahrrad?

Das Kieler „SCHADS ensemble“ zeigt seine neue Produktion „Am Ende des Tages“ Von Christoph Munk Kiel. Sowas weckt natürlich die Neugier: Ein verwinkelter, verwirrender Raum markiert die Bühne im Kesselhaus, irgendwo im Wiker Anscharpark. Geräumiger Treppenflur oder doch Innenhof? Jedenfalls… Weiterlesen →

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