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Vom Augenblick zur Ewigkeit

Das schwedische Ensemble Lipparella schlug beim Provinzlärm Brücken über Zeiten und Klänge

Von Jörg Meyer

Eckernförde. Das auf historischen Instrumenten musizierende schwedische Ensemble Lipparella war nicht nur repräsentativer Gast im Länderschwerpunkt des diesjährigen Neue-Musik-Festivals Provinzlärm. Es bewies im Konzert am Sonnabend in der St. Nicolai-Kirche auch, wie eng die Neue Musik mit der alten aus Renaissance und Barock verbunden ist, und wies damit Wege aus den Vergangenheiten in die Zukunft.

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Liebe – fast ein Selbstläufer

Mark Forster verliebte sich am Valentinstag in die Kieler und sie in ihn

Von Jörg Meyer

Kiel. Während seine Frau und die 14-jährige Tochter fast jeden Refrain begeistert mitsingen, verrät Dieter, er sei „nur mitgebracht“ worden, aber schließlich sei die Karte ein Valentinstag-Geschenk gewesen. Das könne man(n) nicht ausschlagen am Tag der Liebenden, wenn Mark Forster mit seinem jüngsten Album namens „Liebe“ auf Club-Tour in die ausverkaufte Halle 400 komme. „Das passt gerade an diesem Tag wie der Deckel auf den Topf“, lächelt Dieter.

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An die ganz nah geliebte Musik

Pianist Alexander Krichel stellte sein Album „An die entfernte Geliebte“ in der Konzertreihe Eckernförde vor

Von Jörg Meyer

Eckernförde. Seine Großmutter, so berichtet der Hamburger Pianist Alexander Krichel, habe ihm gewünscht, er möge auf der Bühne immer er selbst sein. Mit seinem Anfang Februar bei Sony Classical erschienen Rezital „An die ferne Geliebte“, das er in der Konzertreihe Eckernförde in der Stadthalle vorstellte, realisierte er diesen guten Wunsch.

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Retro der Revolte

Punk-Veteranen Wizo im MAX Nachttheater

Von Jörg Meyer

Kiel. „Ich war, ich bin, ich werde sein“, legte einst Rosa Luxemburg der Revolution in den Mund. Jene Kontinuität der Revolte bis heute beansprucht das 1986 gegründete und 2009 wiedergeborene Punk-Trio Wizo weiterhin trotzig für sich. Selbst wenn Axel Kurth (Gesang, Gitarre), Ralf Dietel (Bass) und Alex Stinson (Schlagzeug) ihre Tour „Schönheit des Verfalls“ nennen, ist von letzterem im fast ausverkauften MAX Nachttheater kaum etwas zu spüren.

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Blech und Beats vereint

Die Hamburger Techno-Marching-Band Meute begeisterte im MAX Nachttheater

Von Jörg Meyer

Kiel. Das ist mehr als ein Youtube-Hype, was die Trompeter Thomas Burhorn und Hans-Christian Stephan 2015 in der Homebase des Hamburger Schanzenviertels auf 22 Beine stellten. In ihren sich in den Sozialen Medien viral verbreitenden Adaptionen von Techno/House-Hits für eine Blaskapelle plus Percussion vereinen sie Blech und Beats kongenial. Im ausverkauften MAX Nachttheater, wo sie am Freitag auf der vierten Station ihrer „Europa 2019“-Tour gastierten, brachten sie die normalerweise nur elektronisch gekickte Rave-Gemeinde auf volle Touren.

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Zwischen Erdenschwere und Sphären

Das dänische Jazzquartett Night Repair debütierte im Lutterbeker

Von Jörg Meyer

Lutterbek. „Ich möchte den Zuhörer überwältigen – mit möglichst einfachen Mitteln“, sagt der dänische Saxofonist Martin Stender über sein neues Projekt Night Repair. Zusammen mit Henrik Olsson (Gitarre), Jeppe Skovbakke (Kontrabass und Elektronik) und Sean Carpio (Schlagzeug) gelang ihm das im gut besuchten Lutterbeker auf ganzer Linie.

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Pflichtübung in Sachen Horrortrip

Szenisch harmlos, musikalisch munter: Stephen Sondheims Musical „Sweeney Todd” im Kieler Opernhaus

Von Christoph Munk

Kiel. Er betrieb sein Geschäft blutig, brutal und mit tödlicher Konsequenz. So wurde aus einem selbstgerechten Rächer eine Legendenfigur und der Titelheld eines Musical-Thrillers von Stephen Sondheim: „Sweeney Todd – Der Teufelsbarbier von der Fleet Street“. 40 Jahre nach seiner Uraufführung am Broadway geht das Werk jetzt als eine gemütlich gruselige Schauergeschichte in der Inszenierung von Ricarda Regina Ludigkeit über die Bühne des Kieler Opernhauses.

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Mut zur Revolution

Esther Kaiser sang im Kulturforum ihre „Songs Of Courage“

Von Jörg Meyer

Kiel. So ist das mit der Revolution, sie ist 50 oder 100 Jahre her, sie woodstockt nicht mehr, hat vielmehr ihre Blumenkinder längst gefressen. Und dass am Tag genau vor 100 Jahren des Auftritts der Berliner Jazz-Sängerin Esther Kaiser im Kulturforum Frauen zum ersten Mal ein Parlament wählen durften, wer kann das noch erinnern?

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Sanfter Soul mit tollem Timbre

Die Kieler Singer-Songwriterin Yana begeisterte in der Hansa 48

Von Jörg Meyer

Kiel. „Ich hätte niemals gedacht, dass so viele kommen“, freut sich die Kieler nach eigenem Bekunden „Soul-Singer-Songwriterin“ Yana über den großen Zuspruch bei ihrem Kneipenkonzert in der Hansa 48. Bis in den Vorraum drängen sich die Zuhörer, recken die Hälse, um auch noch von ganz hinten vielleicht einen optischen Eindruck von Yanas so wandelbarer Stimme zu erfassen.

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Versuchsanordnung mit traurigen Figuren

Juli Zehs Roman „Spieltrieb” in strenger Ordnung auf der Bühne des Kieler Schauspielhauses

Von Christoph Munk

Kiel. Das Porträt einer ganzen Generation zu Beginn unseres Jahrhunderts? Oder doch nur ein gewollt abseitiger Blick auf zwei extrem sonderbare Gestalten? Große Bedeutung oder kleiner Pieps? Reichweite und Wirkungskraft von Juli Zehs Roman „Spieltrieb“ von 2004 lässt sich auch angesichts von Bernhard Studlars Bühnenfassung zwei Jahre später kaum einschätzen. Immerhin versucht jetzt Mona Kraushaars Inszenierung für das Kieler Schauspiel, dem Konstrukt durch grafisch strenge Ordnung Kontur zu geben und holt sich dafür beachtlichen Premierenapplaus.

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