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Im Auftrag seiner Majestät Swing

Tom Gaebel hatte auf der Rathausbühne die „Licence to Swing“

Von Jörg Meyer

Kiel. Sein Name ist Gaebel, Tom Gaebel, Smoking und Stimme sitzen perfekt, und eigentlich fehlt nur noch der Wodka-Martini, um den Bond-Abend perfekt zu machen – wohlgemerkt geschüttelt mit Swing und nicht einfach nur darin herumgerührt.

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Marathon bis zur Mitternacht

Die Allstars des Blues im Norden bei der 6. Kieler-Woche-Blues-Nacht

Von Jörg Meyer

Kiel. Stehvermögen braucht man für all die Allstars, die bei der 6. Kieler-Woche-Blues-Nacht in wechselnden Besetzungen nicht weniger als vier Stunden lang Blues, Boogie und auch dem guten alten Rock’n’Roll huldigen. Fast schon ein kleines Festival hat Organisator und Moderator HaGe „Schlemmi“ Schlemminger hier wieder auf die Rathausbühne gebracht.

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Maritime Weisheit und Melancholie

Element of Crime begeisterten auf der ausverkauften Krusenkoppel

Von Jörg Meyer

Kiel. Aufs Maritime verstehen sich der gebürtige Bremer Sven Regener und seine Band Element of Crime (EoC) nicht nur der Seglerschuhe wegen, die er „angezogen hat, damit kein Sandkorn das Deck“ der gelackten Kieler-Woche-Yacht beschädige, auf das er im Rund der mit 2.000 Zuhörern ausverkauften Krusenkoppel den Takt tritt. Der Dampfer kann ablegen auf Kurs zum sicheren Hafen in einer nicht erst seit heute verunsicherten Welt zwischen Liebe und Ich.

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Wie der Stern einer Liebe verglüht

Die Akademien am Theater Kiel begeistern mit dem Musical „Marina. Die kleine Meerjungfrau“

Von Christoph Munk

Kiel. Vom Schauspielhaus an der Holtenauer Straße konnte man sich am Sonntag direkt an die Spiellinie auf der Krusenkoppel versetzt fühlen. Denn das Geschehen hier führte wie die Aktivität dort in Unterwasserwelten. Und an beiden Schauplätzen steht die junge Generation im Mittelpunkt. Während dort noch bis zum Ende der Kieler Woche schöpferisch gearbeitet wird, präsentierten hier Akademien am Theater ein rundes, vollendetes Ergebnis: Die Uraufführung „Marina. Die kleine Meerjungfrau“ wurde mit großem, begeistertem Beifall bedacht.

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Heiß und kalt in der Sommernacht

Eindrücke vom Sommerfest in der Hansa48

Von Jörg Meyer

Kiel. „Nicht lang schnacken, sondern fackeln!“, ruft’s aus dem im Hof der Hansa48 dicht gedrängten Publikum, wenn zum krönenden Abschluss des Sommerfests der Feuerakrobat Art Petit seine Fackeln schwingt. Eben noch „zündelte“ der Flensburger mit der sprichwörtlichen Kühle der Norddeutschen, die aber die sonnabendliche Sommernacht längst herzerwärmt oder gar singer-songwriter-rockig erhitzt hat.

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Nicht Kleckern, sondern Klotzen

Eine Glosse zum Kieler Schlossquartier

Von Helmut Schulzeck

Kiel. Das Schlossquartier, eine anspruchsvolle Wohnanlage mit einer „zeitlosen“ Architektur – oder eher ein Immobilienmonster, welches das mittelstädtisch anmutende, z.T. eher kleinteilige Gefüge der innerstädtischen Gebäude vollkommen aus dem Gleichgewicht bringt?

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Von der Abstraktion zur Poesie der interaktiven Konzeptkunst

„Without you – no art“. Werkschau des katalanischen Künstlers Josep Vallribera auf Gut Wittmoldt

Von Hannes Hansen

Wittmoldt. Mit Worten könne man genauso malen wie mit dem Pinsel, sagt Josep Vallribera, und deshalb sei die Poesie der höchste Ausdruck der Kunst. Wort und Bild, die zwei Seiten einer Medaille. Allerdings, gibt er zu bedenken, müsse dazu auch die aktive, emotionale wie intellektuelle Mitarbeit des Betrachters treten. Ohne den gebe es keine Kunst: „Without you – no art“.

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Vom Abbild zum Bild

Stadtgalerie zeigt Arbeiten des Fotokünstlers Joachim Richau

Von Hannes Hansen

Kiel. Seinen künstlerischen Weg, sagt Joachim Richau, könne man als einen vom Abbild zum Bild beschreiben. Kaum eine andere Gegenüberstellung könnte diesen Weg besser illustrieren als die eines Fotos einer Arbeiterin an einer Kartoffelsortiermaschine von 1986 mit dem vierteiligen Serienbild eines schneebedeckten Steinbruchs, das der 1952 in Berlin (Ost) geborene Joachim Richau 2010 aufnahm.

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Vollziehbar ausreisepflichtig

FilmFörde #16 zeigt „Deportation Class“, einen preisgekrönten Dokumentarfilm von Carsten Rau und Hauke Wendler über die deutsche Abschiebepraxis

Von Helmut Schulzeck

„Als sicheren Herkunftsstaat definiert”, laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, „das Gesetz Länder, von denen sich aufgrund des demokratischen Systems und der allgemeinen politischen Lage nachweisen lässt, dass dort generell keine staatliche Verfolgung zu befürchten ist …” Aber die Ausgangslage für die Betroffenen ist eine andere. Sie müssen die Regelvermutung widerlegen. In der Regel werden Asylanträge von Menschen aus solchen als sicher definierten Herkunftsstaaten abgelehnt. Der Dokumentarfilm „Deportation Class” von Carsten Rau und Hauke Wendler zeigt anhand zweier albanischer Familien, dass diese besonderen Umstände schon ganz besonders sein müssen, so dass es z.B. nicht unbedingt ausreicht, wenn Betroffene in ihrem Heimatland mit dem Tode bedroht werden.

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Komik über doppelten Böden

Siegfried Bühr zeigt eine milde Version von Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ im Kieler Schauspiel

Von Christoph Munk

Kiel. Der Junge will einen Keks. Dabei sollte der Sechsjährige jetzt schlafen, aber er quengelt. Also wird nichts aus dem ruhigen Abend bei Sonja und Henri. Und es kommt noch schlimmer. Es klingelt und die Finidoris stehen vor der Tür, Hubert und Ines, einen Tag früher als erwartet. Nichts ist für die Gäste vorbereitet, aber nun sind sie da. Also ist eines jener Beziehungskonstrukte komplett, in die Yasmina Reza so gern das Personal ihrer Stücke zwingt. Diesmal führt sie den doppelten Paarlauf in drei Varianten vor: „Drei Mal Leben“. Ein Experiment, das Siegfried Bühr in seiner Inszenierung für das Kieler Schauspiel nicht aus nüchterner Distanz vollzieht, sondern sich mit bemerkenswerter Sympathie den Menschen in diesem Quartett nähert.

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