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In den Netzen der schwarzen Dämonen

Aubers Grand Opéra „La muette de Portici“ in einer ehrgeizigen  politischen Deutung im Kieler Musiktheater

Von Christoph Munk

Kiel. Alles muss monumental erscheinen, aufwendig und effektvoll. Dann sind die Anforderungen der Gattung „Grand Opéra“ erfüllt. Insofern genügt die Produktion von Daniel François Esprit Aubers „La Muette de Portici“ am Kieler Musiktheater den Ansprüchen. Und die Inszenierung von Valentina Carrasco setzt darauf zusätzlich eine politisch aktualisierte Interpretation des Revolutions-Themas, die trotz gewisser Verzerrungen anerkennenden Premierenbeifall erzielt.

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Heide, Moor und Birken

Otto Modersohn und die Worpsweder im Museum EckernfördeVon Hannes Hansen

Von Hannes Hansen

Eckernförde. Heute ist der Maler Otto Modersohn (1865 – 1943) zwar nicht vergessen, steht aber im öffentlichen Bewusstsein, das sich bekannter Maßen ja vor allem an der Höhe der erzielten Auktionspreise misst, wohl etwas im Schatten seiner Frau, der mit gerade einmal 31 Jahren gestorbenen Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907); einer Frau, die nach mehreren, auch längeren Paris-Aufenthalten energischer als er die Impulse des französischen Impressionismus und der Kunst eines van Gogh oder Gauguin aufnahm und sich auf ihre individuelle Weise anverwandelte.

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Sensibler Kraftprotz und gefesselter Prometheus

Daniel Karasek inszeniert Shakespeares „Hamlet” am Kieler Schauspielhaus

Von Hannes Hansen

Kiel. Der bekannte Wiener Theaterkritiker Alfred Polgar schrieb einmal nach einer Premiere: „Als ich um halb zehn auf die Uhr schaute, war es halb neun.“ Nun, mir ging es am Freitagabend im Kieler Schauspielhaus genau umgekehrt. Als ich um halb elf auf die Uhr schaute, war es halb zwölf. Daniel Karaseks Inszenierung des „Hamlet“ macht Tempo ohne Kurzatmigkeit und sorgt für eine Art geordneten Wirbel in einem Stück, das ja vor allem in den letzten beiden Akten nicht ganz frei von klamottigen Screwball-Elementen ist.

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Es darf gerne ein bisschen mehr sein: LUSCHERN vor dem Filmfest SH

Interview mit Festivalkoordinatorin Britta Voß und Co-Festivalleiter Daniel Krönke zum Begleitprogramm des 23. Filmfests Schleswig-Holstein

Interview: Jörg Meyer

Kiel. Das 23. Filmfest SH (9. bis 11.5.2019) wird im Vorfeld vom 2. bis 8. Mai begleitet von „LUSCHERN vor dem Filmfest“ und einem Hochschultag am 9.5., bevor es am Abend des 9.5. im Innenhof der Pumpe feierlich eröffnet wird. Jörg Meyer sprach mit Co-Festivalleiter Daniel Krönke und Festivalkoordinatorin Britta Voß vom Mitveranstalter Filmkultur SH e.V. (neben der Filmwerkstatt Kiel der FFHSH und dem Kino in der Pumpe), die das Filmfest SH mit Begleitprogrammen nicht nur einleiten, sondern auch erweitern.

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Kasperletheater in der Plüsch-Matrix

René Marik zauberte mit seinen Puppen im Schloss

Von Jörg Meyer

Kiel. Von einem verzauberten Jungen singt Nat King Cole in „Nature Boy“, und es kommt nicht von Ungefähr, dass René Marik diesen Song zu Beginn seiner Puppen-Show „ZeHage!“ singt. Denn auch in der geht es um Zauberei – den Zauber, der seinen Puppen-Charakteren „Maulwurfn“, Eisbär Kalle, Frosch Falkenhorst und nicht zuletzt dem Hass-Kasper auf ihrer Reise quer durch das populäre Kulturerbe Leben einhaucht.

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Frauenbilder – revisited

Helmut Schulzeck zeigt in der Werkschau im Kino in der Pumpe seine Frauenbilder

Von Jörg Meyer

Kiel. Noch bis zum 18.4. läuft im Kieler Kino in der Pumpe (zum 65. Geburtstag) eine Werkschau des Kieler Filmemachers Helmut Schulzeck. In deren Rahmen werden am Montag, 8.4., 18:30 Uhr unter dem Titel „Frauenbilder“ noch einmal drei seiner „Mockumentaries“ mit der Schauspielerin Maria Debora Wolf gezeigt („Was ich gerne mag“, „Heide“ und „Düsseldorf“), nebst der Kurzdoku „Manchmal denk’ ich jetzt auf Deutsch“ über kenianische Frauen, die in Deutschland leben.

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Das Glück suchen und finden

Der Junge Literaturpreis SH wurde zum dritten Mal vergeben

Von Jörg Meyer

Kiel. Viel Glück konnte die Jury den drei Gewinnern des Jungen Literaturpreises Schleswig-Holstein 2019 wünschen. Am vom Verein der Freunde des Literaturhauses SH zum dritten Mal ausgeschriebenen Wettbewerb hatten 35 Autorinnen zwischen 14 und 20 Jahren teilgenommen, vermehrt auch aus dem ganzen Land, worüber sich Jury-Mitglied Gisela Beissenhirtz besonders freute. Der mit insgesamt 500 Euro dotierte Wettbewerb sei nicht mehr so „Kiel-zentriert“ wie bisher. Auch die Qualität der eingereichten Prosatexte sei deutlich gestiegen, so dass es die Jury bei ihrer Entscheidung nicht leicht hatte.

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Musikalischer Sturm auf die ganze Stadt

Mit neuem Generalmusikdirektor und voller Elan in die Spielzeit 2019/2020 des Kieler Theaters

Von Christoph Munk

Kiel. Voller Elan, Stolz, Einfallsreichtum und Schaffenskraft stürmt Benjamin Reiners, der neue Generalmusikdirektor des städtischen Kieler Theaters, mit den Plänen in seiner ersten Saison auf seine neue Wirkungsstätte zu. Es scheint,  als wolle er alle Altersgruppen und Orte musikalisch erobern und mit seinem Konzertprogramm umarmen.  Nicht zufällig überließ ihm darum Generalintendant Daniel Karasek bei der Vorstellung des Programms für die Spielzeit 2019/2020 die erste Position.

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Der Maler und sein Modell

Mit der Ausstellung „Universum Picasso: Die Suite Vollard“ zeigt die Kieler Kunsthalle den Künstler auf der Höhe seiner Schaffenskraft

Von Hannes Hansen

Kiel. Es sind 100 Grafiken, größten Teils Radierungen, aber auch Aquatinta- und Kaltnadelarbeiten, die Pablo Picasso, der sich ab etwa 1930 mit geradezu herrscherlicher Geste nur noch „Picasso“ nannte und damit eine Marke kreierte, die Picasso also zwischen 1930 und 1937 auf Anregung des Kunsthändlers Ambroise Vollard schuf.

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Wenn der Kindersegen ausbleibt

Szenisch geordnet, musikalisch ausgereift: „Die Frau ohne Schatten” von Richard Strauss in der Kieler Oper

Von Christoph Munk

Kiel. Einen „gewaltigen Menschheitsentwurf“ nennt die Sängerin  und Regisseurin Brigitte Fassbaender „Die Frau ohne Schatten“ aus dem Jahre 1919. Mit der konzeptionellen Entscheidung, ihre Kieler Inszenierung in der Entstehungszeit anzusiedeln, gibt die Sängerin und Regisseurin auch ein politisches Statement ab, das allerdings in zeitloser Gültigkeit vom  übermächtigen Reichtum der Musik unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor Georg Fritzsch überwölbt wird.

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