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Der verzagte Andenkenverwalter

Szenisch nüchtern, musikalisch opulent: Korngolds Geniestreich „Die tote Stadt” im Kieler Opernhaus

Von Christoph Munk

Kiel. Ein Opernerlebnis der krassen Gegensätze: Unten im Orchestergraben entfacht Generalmusikdirektor Benjamin Reiners mit den Kieler Philharmonikern einen  wuchtigen Orkan der Gefühle. Oben auf der Bühne weht unter der Anleitung der jungen Gastregisseurin Luise Kautz eine bescheidene Böe durch den bürgerlichen Alltag. Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“, der frühreif aufgewühlte Geniestreich eines eben über 20-Jährigen, zeigt sich mit Sängerdarstellern bestückt, die bei hoch anständigen Gesangsleistungen in musterhaften Figuren feststecken.

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Musikalischer Sturm auf die ganze Stadt

Mit neuem Generalmusikdirektor und voller Elan in die Spielzeit 2019/2020 des Kieler Theaters

Von Christoph Munk

Kiel. Voller Elan, Stolz, Einfallsreichtum und Schaffenskraft stürmt Benjamin Reiners, der neue Generalmusikdirektor des städtischen Kieler Theaters, mit den Plänen in seiner ersten Saison auf seine neue Wirkungsstätte zu. Es scheint,  als wolle er alle Altersgruppen und Orte musikalisch erobern und mit seinem Konzertprogramm umarmen.  Nicht zufällig überließ ihm darum Generalintendant Daniel Karasek bei der Vorstellung des Programms für die Spielzeit 2019/2020 die erste Position.

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Nirgendwo ein Hauch von Nähe

Florian Zellers Erfolgsstück „Vater” als nüchterne Beobachtung im Kieler Schauspiel

Von Christoph Munk

Kiel. Zuerst vermisst er nur seine Uhr. Dann sieht sich André immer mehr bedrohlichen  Irritationen ausgesetzt. Schließlich scheint ihm die ganze Welt abhanden zu kommen. Wie einen unaufhaltsamen Sog in die Isolation beschreibt der französische Autor Florian Zeller die Entwicklung einer Demenz in seinem Drama „Vater“, dessen Erfolgsspur nun auch ins Kieler Schauspiel führt und bei seiner Premiere respektvollen Beifall auslöste.

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1984, 2018 oder irgendwann

Alan Lyddiards Bühnenversion von Orwells Roman-Dystopie „1984“ im Studio des Schauspielhauses

Von Hannes Hansen

Kiel. Alan Lyddiards Bühnenversion von Orwells Roman-Dystopie „1984“ aus dem Jahre 2001 tut erstaunlich wenig, um den Albtraum, den Orwell 1948 fest in einer nahen Zukunft in einem erkennbaren England gesellschaftlich ansiedelte, in eine ähnlich verortete Gegenwart zu hieven. Das Stück spielt in einer Science-Fiction-Fantasie-Welt, einem totalitären Ort mit nicht erkennbaren zeitlichen oder geografischen Konturen.

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Bürger auf Abwegen

Jochen Missfeldt las im Literaturhaus aus seiner 2013 erschienenen Theodor-Storm-Biographie Von Hannes Hansen Kiel. Als Theodor Storm am Weihnachtstag des Jahres 1836 in Altona der neun Jahre jüngeren Bertha von Buchan begegnet, erzählt Jochen Missfeldt, verliebt sich der neunzehnjährige angehende… Weiterlesen →

hansen & munk – der Kultur-Blog stellt sich vor

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„Ihr habt das Recht, gesittet pfui zu sagen.“

Genau diesem, von Goethe seinem Mephisto zugeschriebenen Grundsatz folgt „hansen & munk – der kultur.blog für kiel und mehr“. Denn „gesittet pfui“ heißt hier Journalismus mit der Betonung auf „gesittet“, also Meinungsfreude, Gedankenschärfe, Erfahrung, Begeisterung und Fairness.

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