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Kino

Hitchcock in Kiel: Durchreise statt Referenz

Blick in die kinematographischen Erinnerungsarchive (Teil 2)

Von Helmut Schulzeck

Kiel. In einem Programm-Faltblatt der Commerzbank Kiel von 1994, die am Ort des damals schon vier Jahre nicht mehr existierenden Programmkinos REGINA in der Holtenauer Straße 94 als Sponsor des Filmes „Regina Blues” einen Monat lang erinnerungswürdiges Kieler Kinogeschehen der vergangenen Jahrzehnte ausschnittsweise Revue passieren ließ, hieß es unter anderen, dass unter vielen Filmpersönlichkeiten auch „Alfred Hitchcock (…) der ehemals wichtigen Kinostadt Kiel” seine „Referenz erwiesen” hätte.

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Unter den Linden …

Die TV-Serie „Lindenstraße“ mal wieder mit einer medialen Innovation – ein kleines Requiem für Hans Beimer

Von Jörg Meyer

Köln/Kiel. Ich hatte es an dieser Stelle ja schon mal bekannt: Ich bin „Lindenstraße“-Fan. Gestern war ich es umso mehr, als Hans W. Geißendörfers Dauerserie (seit 1985) wiederum ein Experiment wagte. Zum Serien-Tod des von Anfang an Hans Beimer (Joachim Hermann Luger) spielte live das WDR-Funkhausorchester gleichsam ein Requiem.

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Identitätsstiftend für Kiel

Das NDR/Arte-Doku-Drama „1918 – Aufstand der Matrosen“ feiert Welturaufführung beim CineMare-Festival

Von Jörg Meyer

Kiel. Schauen wir genau 100 Jahre zurück: Es ist Spätsommer in Kiel. Schon seit dem Frühling sind die Werftarbeiter in Hunger und daher Aufruhr. Jetzt schließen sich die Matrosen an, die nicht „in Ehren untergehen“ wollen, und daher „das Feuer aus den Kesseln“ kehren. Das NDR/Arte-Doku-Drama „1918 – Aufstand der Matrosen“ zeigt, wie die Matrosen sich gegen dieses sinnlose Sterben auflehnten. Es feiert Welturaufführung am 27. Oktober im Metro-Kino beim CineMare-Festival.

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Zwischen Flucht und Ankommen

Hille Nordens Dokumentarfilm „Khello Brüder“ feiert Vorpremiere

Von Jörg Meyer

Kiel. Nach ihrem Spielfilmdebüt „Jola“ geht die junge, bis vor kurzem Kieler Filmemacherin Hille Norden neue Wege. Mit „Khello Brüder“ legt sie einen Dokumentarfilm vor, der zwei recht unterschiedliche Brüder aus Aleppo porträtiert: Der eine, Tarek, Journalist, der in Deutschland bald Fuß fasst, der andere, Zakwan Khello, Maler, der es nach den Traumata der Flucht und des Verlusts fast seines gesamten Werks mit der Integration weit schwerer hat.

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Der Humor im Horror

Kurzfilm des Kieler Schülers Niklas Kielmann gewann Deutschen Jugendfilmpreis

Von Jörg Meyer

Kiel. Manchmal steht eine Location am Anfang einer Kurzfilmidee. Für „Sommerhaus“ des 18-jährigen Kieler RBZ-Schülers Niklas Kielmann und sein hier zweiköpfiges Team war es ein Ferienhaus in Heidkate, dessen Veranda nicht nur Niklas an das Motel in Hitchcocks „Psycho“ erinnerte. Es passte nicht ganz zu der ersten Filmidee, die er im Kopf hatte, daher schrieb er in zwei Tagen flink ein neues Drehbuch, der Film wurde in nur drei Tagen gedreht und gewann Ende Juni den mit 1.000 Euro dotierten Deutschen Jugendfilmpreis in der Altersgruppe der 16- bis 20-Jährigen.

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Steiler Aufstieg, tiefer Fall

Doku von Karl Siebig und Bernd Soffner porträtiert den Ex-Schlagerstar Ulli Martin

Von Jörg Meyer

Kiel. „Ich wurde zum Superstar befördert“, erinnert sich Ulli Martin (bürgerlich: Hans Ulrich Wiese), der mit „Monika“ und „Ich träume mit offenen Augen von dir“ in den 70er Jahren zwei Top-Ten-Hits landete. Doch der Stern des von Leo Leandros entdeckten und später von Ralph Siegel gemanageten Sängers, der vorher eine Schauspiel- und Gesangsausbildung genossen hatte, fiel so schnell, wie er aufgestiegen war. Heute kennt ihn kaum noch jemand. Er lebt nach Depressionen und Alkoholsucht in einem Pflegeheim in Bad Bramstedt. Der Kieler Filmemacher Karl Siebig und Bernd Soffner porträtieren ihn in der 70-minütigen Doku „Ulli Martin – Was vorher war, das zählt nicht mehr“, die am 17. Mai im Kieler Traumkino uraufgeführt wird.

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8mm-Geschichtsbilder aus einer eingemauerten Stadt

„Bis an die Grenze“ (Claus Oppermann und Gerald Grote, D 2011)

Von Helmut Schulzeck

Der optimistisch ankündigende Tenor zu Beginn von Christopher Evans Ironsides Filmmusik könnte suggerieren, dass die Menschen in Deutschland nach dem 8. Mai 1945 auf eine Zukunft hoffen konnten, in der noch alles möglich wäre. Und das Filmbild zeigt zwar Wachsoldaten, aber das Brandenburger Tor ist noch offen, und spärlicher Verkehr fließt zaghaft hindurch. Dass sich die Hoffnung bekanntlich für die damalige so genannte „sowjetisch besetzte Zone“ und Berlin so nicht einlöste, wird auch schon im Prolog von Claus Oppermanns und Gerald Grotes Film „Bis an die Grenze“ deutlich.

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Geschichten über Kriegskinder und ihre Eltern

22. Filmfest Schleswig-Holstein 2018: Moritz Boll gewann mit „Abgetaucht“ den Kurzfilmpreis

Von Jörg Meyer

Kiel. Der Kieler Jungfilmemacher Moritz Boll läuft einem beim Filmfest SH dauernd über den Weg, sei es als einer der Moderatoren der das Filmfest in Interviews mit fast allen Filmemachern begleitenden Filmkultur Lounge oder mit gleich zwei Kurzfilmen über nicht ganz leichte Eltern-Kind-Beziehungen. Für „Abgetaucht“, der bereits beim Mitteldeutschen Filmfest „Kurzsüchtig“ in Leipzig den Publikumspreis gewann, verlieh ihm die Jury den von der PSD-Bank gestifteten und mit 2.000 Euro dotierten Kurzfilmpreis.

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Filmkultur Lounge mit Live-Streaming überzeugt

Von Helmut Schulzeck

Frankfurt/Hamburg/Kiel. Ich saß im Intercity von Frankfurt nach Hamburg am Freitagabend, konnte nicht dabei sein beim ersten Tag des Filmfests Schleswig-Holstein. Dennoch hatte ich irgendwie das Gefühl, nahe am Geschehen dran zu sein. Und das lag an den Live-Streamings der Filmkultur Lounge auf Facebook (die man sich jetzt auch als Aufzeichnungen immer noch anschauen kann).

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Der Mythos des Sisyphos

„Following Habeck“ (Malte Blockhaus, D 2018) läuft beim Filmfest SH

Von Daniel Krönke

Kiel. Man muss sich Robert Habeck als glücklichen Berufspolitiker vorstellen: Gleich dem mythischen Sisyphos, der immer den selben Felsen den Berg hinaufrollte, nur damit der auf der anderen Seite wieder herunterpolterte, so schleppt der Landespolitiker seine Aktentasche oder sein Backpack und manchmal auch nur sich selbst plus Handy die Treppen der Ministerien hinauf, die Flure entlang, durch Bahnhöfe und Straßen, über Wiesen und durch Parteitagshallen. Auch wenn sein „Felsen der politischen Agenda“ die andere Seite des Berges hinunterrollt, Habeck wird nicht still stehen. Nicht so schnell jedenfalls. Der Sinn liegt im Weitermachen.

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