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Kategorie Kino

Vom Drehbuch zum Hörbuch

Der Drehbuchpreis SH wurde online vergeben

Von Jörg Meyer

Kiel. „Nun das dritte Hörbuch … ich meine natürlich Drehbuch“, kündigt Moderator Horst Hoof die Lesung des letzten von drei Finalisten beim Drehbuchpreis SH an. Ein Versprecher, der nicht von Ungefähr kommt. Denn dass Filme nicht nur auf die Leinwand, sondern auch ins Kopfkino des Ohres gehören, hatte der vom Verein Filmkultur SH und Regisseur Christian Mertens initiierte Drehbuchpreis SH bereits 2018 und 2019 mit den Lesungen von noch unverfilmten Kurzfilmdrehbüchern im Studio Filmtheater bewiesen. In Corona-Zeiten, wo die Kinos geschlossen sind, konnten die Lesungen der drei Finalisten, die eine Vorjury aus 40 eingesandten Drehbüchern ausgewählt hatte, nun „nur“ als Hörspiele im Podcast stattfinden.

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Filmfest Schleswig-Holstein 2020 online

Kiel. Das Filmfest Schleswig-Holstein findet 2020 in reduzierter Form und ausschließlich online statt. Neben dem Kurzfilm-Wettbewerb kündigt das Festival nun noch zwei weitere Programmpunkte an: Der 2019 zum ersten Mal durchgeführte Hochschultag Film findet auch in diesem Jahr in Form einer Videokonferenz statt. Und vom 27.11. bis 6.12. stehen auf der Festival-Webseite eine Reihe von Kurzfilmen außer Konkurrenz zum Streamen bereit.

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Ton in Ton

Kieler Filmteam drehte ein doppeltes Künstlerporträt für die Reihe „Tandem“

Von Jörg Meyer

Kiel. „Wir sitzen alle in einem Boot, Musiker können nicht auftreten, bildende Künstler nicht ausstellen“, sagt der Kieler Bildhauer Giotto Bente. Und Filmemacher können in Corona-Zeiten keine Filme machen, geschweige auf die Leinwand erneut geschlossener Kinos bringen, könnte man ergänzen. Doch im Rahmen des Kulturfestivals SH haben Landeskulturverband und Landesregierung das neue Format „Tandem“ entwickelt, das aus der Not eine Tugend macht, und dafür großzügige Fördermittel bereitstellt.

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Musik zum Film oder Film zur Musik?

Das Duo Trimonic mit seinem neuen Album und Film im Studio-Kino

Von Jörg Meyer

Kiel. Einen „würdigen Abschied“ nennt Matthias Ehr, Mitbetreiber des Studio Filmtheaters, eine der letzten dortigen Vorführungen vor der erneuten Corona-Zwangspause. Und „handwerklich eine glatte Eins“ attestiert er dem experimentellen Projekt „The Freedom to Make Mistakes“ des norddeutschen Duos Trimonic in Zusammenarbeit mit der Hamburger Animationsfilmemacherin Kerstin Welther, das am Freitag CD-Release und Leinwand-Premiere feierte.

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Von Baia zu den Banlieues

Wilfried Haukes zweiteilige Doku „Dekadenz“ feiert Premiere auf Arte

Von Jörg Meyer

„Dekadenz“, das ist ein schillernder Begriff, dem der Melsdorfer Filmemacher Wilfried Hauke in seiner zweiteiligen Dokumentation nachspürt, die am 30.9.2020 auf Arte ihre Premiere erlebt. Die Janus-Köpfigkeit der Dekadenz wird schon in den Untertiteln der beiden 52-minütigen Teile deutlich: „Sehnsucht nach Lust und Verfall“ und „Kampf gegen den Untergang“.

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Gesichter des Nordens

Preisträger beim Kurzfilmfestival „Lokale Helden“

Von Jörg Meyer

Negenharrie. Dass „die junge Tradition unseres Kurzfilmfestivals“ trotz Corona „nicht unterbrochen werden musste“, darüber freute sich Kuratorin Pola Rader besonders, als am Sonnabend auf Gut Ovendorf etwa 75 Filmbegeisterte zwölf Kurzfilme von „Lokalen Helden“, so der Titel des dritten von Filmkultur SH und dem Lala e.V. ausgerichteten Festivals, goutierten.

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Die „Central Lichtspiele“, das erste neue Großkino Kiels nach 1945

Von Helmut Schulzeck

Kiel. „Warum geht man eigentlich ins Kino?“, fragen Klaus Scepanik und Hans-Joachim Nagel in einer kleinen Broschüre zur Eröffnung der Kieler „Central Lichtspiele“ (14. Juni 1951), um dann in einer kurzen „Betrachtung“, wie sie es nennen, „den besonderen Wert des Films … in seiner fast unbegrenzten Vielfalt der Möglichkeiten“ zu preisen. Der weitere Text ergeht sich in einigen kurzen Absätzen über die Vorzüge der verschiedenen Filmgenres und mündet schließlich in die abschließende Feststellung: „Das neuzeitliche Filmtheater bietet zu erschwinglichen Preisen eine Vielfalt von Unterhaltung, Wissensbereicherung, Entspannung und angenehmen Aufenthalt, wie kaum etwas anderes. Deshalb geht man so gern ins Kino.“

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Die Not zur Tugend gemacht

Sneak-Preview von Thies Johns Film „Wo andere Urlaub machen“ beim Kieler Kultur Pop-Up

Von Jörg Meyer

Kiel. Anfang März hatte der Kieler Schauspieler, Regisseur, Filmemacher und inzwischen auch Roman-Autor Thies John zur Pressevorführung seines ersten Langfilms „Wo andere Urlaub machen“ geladen. Die Premiere war für den 19. März im Studio Filmtheater geplant, doch dann kam der Corona-Lockdown. Da die Kinos zwar wieder geöffnet sind, aber unter Corona-Bedingungen noch keine Premieren zeigen mögen, wird der Film nun fünf Monate später als Sneak-Preview, präsentiert vom Studio Fimtheater, beim Kultur Pop-Up an der Kiellinie erstmals öffentlich gezeigt.

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Der langsame Abschied vom Kino wie wir es kennen – Aus Kieler Perspektive

Von Helmut Schulzeck

Seine Kindheit verbrachte der Autor in den späten 50er und frühen 60er Jahren in Nortorf. Der sonntägliche Kinogang in die Schauburg war damals noch selbstverständlich. Doch gut 50 Jahre später läuft das mancherorts schon lange prophezeite und befürchtete Endspiel bzw. die (nun finale?) (Struktur-) Krise für die gesamte deutsche Kino-Wirtschaft. Zu verfolgen ist die Ablösung der Kino-Leinwand in ihrer bisherigen Funktion fürs anlasslose Filmeschauen durch Display und Bildschirm, die mit einem expansiven Wachstum an digitalen Videostreaming-Diensten einher geht. Die Corona-Krise hat die schon vorher nicht leichte Situation für die Kinos extrem verschärft.

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Kreativ in der Krise

19 Kurzfilme im Finale des Wettbewerbs „Nur 48 Stunden“

Von Jörg Meyer

Kiel. Die Corona-Krise hat manches zum Erliegen gebracht, die Kreativität schleswig-holsteinischer Filmschaffender hingegen hat sie beflügelt. In der 14. Ausgabe des vom Studentenwerk, Landesverband Jugend & Film und dem Offenen Kanal ausgerichteten Kurzfilmwettbewerbs „Nur 48 Stunden“ gab es mit 46 am Drehwochenende Anfang Mai fertiggestellten Filmen die höchste Beteiligung seit Bestehen des Wettbewerbs. 19 Filme schafften es ins Finale, das am 20. Mai nicht wie sonst üblich im Metro-Kino gezeigt wurde, sondern als Live-Stream mit Videokonferenz.

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