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Kategorie Kino

Gesichter des Nordens

Preisträger beim Kurzfilmfestival „Lokale Helden“

Von Jörg Meyer

Negenharrie. Dass „die junge Tradition unseres Kurzfilmfestivals“ trotz Corona „nicht unterbrochen werden musste“, darüber freute sich Kuratorin Pola Rader besonders, als am Sonnabend auf Gut Ovendorf etwa 75 Filmbegeisterte zwölf Kurzfilme von „Lokalen Helden“, so der Titel des dritten von Filmkultur SH und dem Lala e.V. ausgerichteten Festivals, goutierten.

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Die „Central Lichtspiele“, das erste neue Großkino Kiels nach 1945

Von Helmut Schulzeck

Kiel. „Warum geht man eigentlich ins Kino?“, fragen Klaus Scepanik und Hans-Joachim Nagel in einer kleinen Broschüre zur Eröffnung der Kieler „Central Lichtspiele“ (14. Juni 1951), um dann in einer kurzen „Betrachtung“, wie sie es nennen, „den besonderen Wert des Films … in seiner fast unbegrenzten Vielfalt der Möglichkeiten“ zu preisen. Der weitere Text ergeht sich in einigen kurzen Absätzen über die Vorzüge der verschiedenen Filmgenres und mündet schließlich in die abschließende Feststellung: „Das neuzeitliche Filmtheater bietet zu erschwinglichen Preisen eine Vielfalt von Unterhaltung, Wissensbereicherung, Entspannung und angenehmen Aufenthalt, wie kaum etwas anderes. Deshalb geht man so gern ins Kino.“

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Die Not zur Tugend gemacht

Sneak-Preview von Thies Johns Film „Wo andere Urlaub machen“ beim Kieler Kultur Pop-Up

Von Jörg Meyer

Kiel. Anfang März hatte der Kieler Schauspieler, Regisseur, Filmemacher und inzwischen auch Roman-Autor Thies John zur Pressevorführung seines ersten Langfilms „Wo andere Urlaub machen“ geladen. Die Premiere war für den 19. März im Studio Filmtheater geplant, doch dann kam der Corona-Lockdown. Da die Kinos zwar wieder geöffnet sind, aber unter Corona-Bedingungen noch keine Premieren zeigen mögen, wird der Film nun fünf Monate später als Sneak-Preview, präsentiert vom Studio Fimtheater, beim Kultur Pop-Up an der Kiellinie erstmals öffentlich gezeigt.

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Der langsame Abschied vom Kino wie wir es kennen – Aus Kieler Perspektive

Von Helmut Schulzeck

Seine Kindheit verbrachte der Autor in den späten 50er und frühen 60er Jahren in Nortorf. Der sonntägliche Kinogang in die Schauburg war damals noch selbstverständlich. Doch gut 50 Jahre später läuft das mancherorts schon lange prophezeite und befürchtete Endspiel bzw. die (nun finale?) (Struktur-) Krise für die gesamte deutsche Kino-Wirtschaft. Zu verfolgen ist die Ablösung der Kino-Leinwand in ihrer bisherigen Funktion fürs anlasslose Filmeschauen durch Display und Bildschirm, die mit einem expansiven Wachstum an digitalen Videostreaming-Diensten einher geht. Die Corona-Krise hat die schon vorher nicht leichte Situation für die Kinos extrem verschärft.

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Kreativ in der Krise

19 Kurzfilme im Finale des Wettbewerbs „Nur 48 Stunden“

Von Jörg Meyer

Kiel. Die Corona-Krise hat manches zum Erliegen gebracht, die Kreativität schleswig-holsteinischer Filmschaffender hingegen hat sie beflügelt. In der 14. Ausgabe des vom Studentenwerk, Landesverband Jugend & Film und dem Offenen Kanal ausgerichteten Kurzfilmwettbewerbs „Nur 48 Stunden“ gab es mit 46 am Drehwochenende Anfang Mai fertiggestellten Filmen die höchste Beteiligung seit Bestehen des Wettbewerbs. 19 Filme schafften es ins Finale, das am 20. Mai nicht wie sonst üblich im Metro-Kino gezeigt wurde, sondern als Live-Stream mit Videokonferenz.

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Sag mir, wo die Kieler sind

Helmut Schulzeck drehte einen Video-Clip im durch Corona menschenleeren Kiel

Von Helmut Schulzeck

Kiel. Eigentlich sollte ich doch mal die leeren Straßen Kiels filmen, dachte ich an einem späten Donnerstagmorgen, Ende März 2020. Denn so entvölkert wie zu Corona-Zeiten sieht man tagsüber die Kieler Innenstadt sonst nie. Gesagt, getan, zog ich mit meinem chinesischen Smartphone Xiaomi Mi9 los von meiner Wohnung, die nur Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt. Am Sophienblatt Ecke Herzog-Friedrich-Straße machte ich meine ersten Aufnahmen, schlenderte weiter zum Bahnhof, dann rüber zum Einkaufszentrum Sophienhof, durch die Fußgängerzone bis zur so genannten Kieler Altstadt.

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Eine Werbung für den Werbefilm

Lars Büchel präsentierte im Rahmen der Reihe FilmFörde eine Auswahl seines Werbefilmschaffens

Von Helmut Schulzeck

Kiel. Wer einmal Lars Büchel am Drehort erlebt hat, der wird sich sicherlich daran erinnern, mit welcher fast spielerischen Eindringlichkeit und gelassenen Bestimmtheit der Kieler Regisseur mit seinen Schauspielern und seinem Team hinter der Kamera zu kommunizieren und zu arbeiten pflegt. Hinzu kommen nicht selten fantasievolle bzw. „ein-falls-reiche“ Originalität, die sich in einer adäquaten Umsetzung von urigen oder schrägen Geschichten niederschlägt, und ein listiger, aber nicht zurückhaltender Humor, der in seiner anarchischen Konsequenz zum Wohle einer gefeierten Komik sich nicht scheut, auch die Grenzen zum ausgelassenen Klamauk zu überschreiten, wenn es denn sein muss – und es muss bisweilen sein.

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Prozession des Lebens

Kai Zimmers Dokumentarfilm „Ritual“ feiert Kiel-Premiere

Von Jörg Meyer

Kiel. Alle sieben Jahre im August ist die nördlich von Neapel gelegene Kleinstadt Guardia Sanframondi für eine Woche im Ausnahmezustand. Unter Beteiligung eines Großteils der 5.000 Einwohner werden in einer Prozession biblische Szenen aus Altem und Neuem Testament sowie Märtyrergeschichten unter großem Aufwand von Kostümen und Requisiten als lebendige Standbilder nachgestellt. Dieses archaisch anmutende Ereignis dokumentiert Kai Zimmer in seinem 69-minütigen Film „Ritual“.

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Schokopudding, Ananas und die Liebe

Zum zweiten Mal fantasiereiches Kopf-Kino beim Drehbuchpreis Schleswig-Holstein

Von Jörg Meyer

Kiel. Und ewig grüßt nicht das Murmeltier, sondern der Schokopudding: „12 Uhr 30. Küche. Innensicht aus dem Kühlschrank. Thomas öffnet ihn. Vor ihm ein Schoko-Sahne-Pudding …“ Im steten Rhythmus der Arbeitstage wiederkehrende Regieanweisung aus „Einer für zwei“ von Chantelle Bissinger, eines von vier Kurzfilmdrehbüchern, nominiert für den Drehbuchpreis Schleswig-Holstein 2019.

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Filmpreise für halbe Hähnchen, Endstationen und ein „Haimweh“

Kurzfilmwettbewerb „Nur 48 Stunden“

Von Jörg Meyer

Kiel. 42 Filmteams skripteten, drehten und schnitten vom 17. bis 19. Mai für den Kurzfilmwettbewerb „Nur 48 Stunden“. 14 kamen ins Finale im metro-Kino und zeigten, wie kreativ sie mit dem Motto „Endstation“ und den drei Vorgaben umgehen. Der Jury, die drei Jürgen-Prediger-Filmpreise verlieh, fiel die Wahl sehr schwer.

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