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Konzerte

Musikalischer Sturm auf die ganze Stadt

Mit neuem Generalmusikdirektor und voller Elan in die Spielzeit 2019/2020 des Kieler Theaters

Von Christoph Munk

Kiel. Voller Elan, Stolz, Einfallsreichtum und Schaffenskraft stürmt Benjamin Reiners, der neue Generalmusikdirektor des städtischen Kieler Theaters, mit den Plänen in seiner ersten Saison auf seine neue Wirkungsstätte zu. Es scheint,  als wolle er alle Altersgruppen und Orte musikalisch erobern und mit seinem Konzertprogramm umarmen.  Nicht zufällig überließ ihm darum Generalintendant Daniel Karasek bei der Vorstellung des Programms für die Spielzeit 2019/2020 die erste Position.

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Im Universum der Sehnsucht

Kat Frankies Sehnsuchts-Songs waren im Orange Club nicht nur herzschmerzig

Von Jörg Meyer

Kiel. Trip-Hop hätte man das wohl in den späten 90er und frühen 2000er Jahren genannt, wohin die aus Sydney stammende Wahl-Berlinerin Kat Frankie auf ihrem jüngsten Album „Bad Behaviour“ ihre Songs auf eine Zeitreise „zurück in die Zukunft“ des Singer-Songwriter-Pop schickt. Im Orange Club der Traum GmbH schlägt sie aus tiefer Melancholie und sehnsüchtigem Herzschmerz manchen elektro-poppigen und rockigen Funken, der das Dunkle in neuem Licht erscheinen lässt.

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Freundschaftliche Grenzüberschreitung

Die World-Hip-Hopper Zweierpasch in der Pumpe

Von Jörg Meyer

Kiel. Sie sind geübt und preisgekrönt (Adenauer-De Gaulle-Preis 2018) in Sachen (deutsch-französischer) Grenzüberschreitung und Freundschaft: das Freiburger Rap-Duo Felix und Till Neumann. Mit ihrer fünfköpfigen Band sang der Zweierpasch in der unverständlicherweise recht dünn besuchten Pumpe ein politisch Hohes Lied auf Verständnis unter Völkern und Menschen.

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Trio plus Trio gleich sexy Jazz

Vocality begeisterten im Kulturforum

Von Jörg Meyer

Kiel. Zwei Trios, vokal Claudia Burghard, Nils Ole Peters und Maybebop-Mastermind Oliver Gies, dazu auf dem Klavier Markus Horn, am E-Bass Lars Hansen und Drummer Dieter „Zipper“ Schmigelok, erfinden als Vocality den Jazz ganz neu und ungemein sexy. Zumal das Sextett nicht nur im Haifischteich der Jazz-Standards fischt, sondern auch im Planschbecken des 80er-Pop Close Harmony-Wellen schürt.

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Vom Augenblick zur Ewigkeit

Das schwedische Ensemble Lipparella schlug beim Provinzlärm Brücken über Zeiten und Klänge

Von Jörg Meyer

Eckernförde. Das auf historischen Instrumenten musizierende schwedische Ensemble Lipparella war nicht nur repräsentativer Gast im Länderschwerpunkt des diesjährigen Neue-Musik-Festivals Provinzlärm. Es bewies im Konzert am Sonnabend in der St. Nicolai-Kirche auch, wie eng die Neue Musik mit der alten aus Renaissance und Barock verbunden ist, und wies damit Wege aus den Vergangenheiten in die Zukunft.

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Liebe – fast ein Selbstläufer

Mark Forster verliebte sich am Valentinstag in die Kieler und sie in ihn

Von Jörg Meyer

Kiel. Während seine Frau und die 14-jährige Tochter fast jeden Refrain begeistert mitsingen, verrät Dieter, er sei „nur mitgebracht“ worden, aber schließlich sei die Karte ein Valentinstag-Geschenk gewesen. Das könne man(n) nicht ausschlagen am Tag der Liebenden, wenn Mark Forster mit seinem jüngsten Album namens „Liebe“ auf Club-Tour in die ausverkaufte Halle 400 komme. „Das passt gerade an diesem Tag wie der Deckel auf den Topf“, lächelt Dieter.

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An die ganz nah geliebte Musik

Pianist Alexander Krichel stellte sein Album „An die entfernte Geliebte“ in der Konzertreihe Eckernförde vor

Von Jörg Meyer

Eckernförde. Seine Großmutter, so berichtet der Hamburger Pianist Alexander Krichel, habe ihm gewünscht, er möge auf der Bühne immer er selbst sein. Mit seinem Anfang Februar bei Sony Classical erschienen Rezital „An die ferne Geliebte“, das er in der Konzertreihe Eckernförde in der Stadthalle vorstellte, realisierte er diesen guten Wunsch.

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Retro der Revolte

Punk-Veteranen Wizo im MAX Nachttheater

Von Jörg Meyer

Kiel. „Ich war, ich bin, ich werde sein“, legte einst Rosa Luxemburg der Revolution in den Mund. Jene Kontinuität der Revolte bis heute beansprucht das 1986 gegründete und 2009 wiedergeborene Punk-Trio Wizo weiterhin trotzig für sich. Selbst wenn Axel Kurth (Gesang, Gitarre), Ralf Dietel (Bass) und Alex Stinson (Schlagzeug) ihre Tour „Schönheit des Verfalls“ nennen, ist von letzterem im fast ausverkauften MAX Nachttheater kaum etwas zu spüren.

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Blech und Beats vereint

Die Hamburger Techno-Marching-Band Meute begeisterte im MAX Nachttheater

Von Jörg Meyer

Kiel. Das ist mehr als ein Youtube-Hype, was die Trompeter Thomas Burhorn und Hans-Christian Stephan 2015 in der Homebase des Hamburger Schanzenviertels auf 22 Beine stellten. In ihren sich in den Sozialen Medien viral verbreitenden Adaptionen von Techno/House-Hits für eine Blaskapelle plus Percussion vereinen sie Blech und Beats kongenial. Im ausverkauften MAX Nachttheater, wo sie am Freitag auf der vierten Station ihrer „Europa 2019“-Tour gastierten, brachten sie die normalerweise nur elektronisch gekickte Rave-Gemeinde auf volle Touren.

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Zwischen Erdenschwere und Sphären

Das dänische Jazzquartett Night Repair debütierte im Lutterbeker

Von Jörg Meyer

Lutterbek. „Ich möchte den Zuhörer überwältigen – mit möglichst einfachen Mitteln“, sagt der dänische Saxofonist Martin Stender über sein neues Projekt Night Repair. Zusammen mit Henrik Olsson (Gitarre), Jeppe Skovbakke (Kontrabass und Elektronik) und Sean Carpio (Schlagzeug) gelang ihm das im gut besuchten Lutterbeker auf ganzer Linie.

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