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Musiktheater

It’s Shakespeare’s Showtime

Unzerstörbar: Die Komödie „Was ihr wollt” als Musical Open Air auf dem Kieler MFG-5-Gelände

Von Christoph Munk

Kiel. Als schließlich der Vollmond hoch und bleich über die Förde stieg, wurde klar: Auch er schien präpariert für dieses Großereignis da unten auf dem ehemaligen Helikopter-Landeplatz gleich hinter Holtenau. Raffiniertes Happy End, tobende Schlussbilder, launiger Kehraus, grelles Feuerwerk – alles nicht genug. Der Himmelskörper setzte den finalen Effekt hinter ein Event: Unter dem Markennamen „sommertheaterKIEL“ wurde Open Air die Uraufführung eines Musicals gefeiert, zu dem der Theaterpoet William Shakespeare vor über 400 Jahren mit seiner Komödie „Was ihr wollt“ das unzerstörbare Material lieferte.

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Venus und der Clan der Venezianer

Die Kieler Oper präsentiert einen lange vergessenen Schatz des Barock: „La Divisione del Mondo”

Von Christoph Munk

Kiel. Es gehört zu den Rätseln der Musikgeschichte, dass die Oper „La Divisione del Mondo“ von Giovanni Legrenzi nach dem Libretto von Cesare Conradi seit ihrer Uraufführung 1645 in den Archiven des venezianischen Barock schlummerte – mehr als 300 Jahre lang. Jetzt können der Dirigent und Barockspezialist Alessandro Quarto und der Regisseur Ulrich Waller am Kieler Musiktheater demonstrieren, welch feiner Schatz von parodistischer Unterhaltungsqualität hier zu entdecken ist – und bei der Premiere gefeiert wurde.

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Seelengemälde bewegten Stillstands

Opern-Raritäten von Rachmaninow im überzeugenden Doppelpack an der Kieler Oper

Von Jörg Meyer

Kiel. „Es gibt kein größeres Leid, als sich im Unglück an vergangenes Glück zu erinnern“, wusste Dante Alighieri, als er in seiner „Göttlichen Komödie“ die vielfachen Kreise der Hölle abschritt. In Sergej Rachmaninows Einakter „Francesca da Rimini“ wird ebenso wie in seinem Frühwerk „Aleko“ erzählt, wie Eifersucht die Seligkeit der Liebe in ewige Höllenqualen verwandelt. Es ist daher einleuchtend und schlüssig, dass Regisseurin Valentina Carrasco an der Kieler Oper beide selten gespielten Einakter zusammenführt: „Aleko“ im Zentrum, umrahmt von Prolog und Epilog aus „Francesca da Rimini“.

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Liebe Gewohnheiten, spannende Entdeckungen

Zwischen Tradition und Novitäten: Daniel Karasek und sein Team stellen den Spielplan des Kieler Theaters 2018/2019 vor

Von Christoph Munk

Kiel. Der Tradition verpflichtet und doch den Blick auf die Gegenwart gerichtet. Nach dieser Maxime hat Kiels Generalintendant Daniel Karasek zusammen mit seinen Dramaturgen offenbar den Spielplan für die Theatersaison 2018/2019 ausgerichtet. In der Oper reicht das zeitliche Spektrum vom Barock bis zur Uraufführung eines Auftragswerks. Im Schauspiel wird der Gegenwartsdramatik eine gehörige Aufmerksamkeit gewidmet.

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„Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist“

Kieler Sommertheater 2018: Shakespeare-Komödie als Tanz- und Step-Musical auf dem früheren MFG5-Gelände

Von Christoph Munk

Kiel. Vorläufig ist auf dem Asphalt nur eine gelbe Linie als Umriss einer großen Wolke zu sehen. „Hier wird später unsere Bühne errichtet“, sagt Daniel Karasek, der Generalintendant des Kieler Theaters. „Und da drüben, auf der rot markierten Fläche, werden die Zuschauer auf einer Tribüne sitzen.“ Noch beschreibt Karasek nur das Gelände nahe am Wasser, wo früher das Marinegeschwader 5 zuhause war und das sich ab 29.. Juni in den Schauplatz für das Sommertheater 2018 verwandeln soll. Das Stück verrät er erst später.

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Was vor allem Richard Wagners Musik erzählt

Die Kieler Oper vollendet mit „Götterdämmerung“ die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“

Von Christoph Munk

Kiel. Das Kieler Musiktheater führt sein Großprojekt, Richard Wagners „Ring des Nibelungen“, konsequent zu Ende: „Götterdämmerung“, der „dritte Tag des Bühnenfestspiels“, ist geprägt durch die herausragende musikalische Leistung des Philharmonischen Orchesters unter der Leitung von Generalmusikdirektor Georg Fritzsch und eine eher naive, oberflächliche szenische Erzählung durch Generalintendant Daniel Karasek.

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Gebrochene Herzen in einer Cyber World

Regisseur Pier Francesco Maestrini und sein Team verpassen Verdis „Ein Maskenball” ein Facelifting

Von Christoph Munk

Kiel. Verdis Oper „Ein Maskenball“ erzählt die alte Geschichte nach einem bewährten Schema: Tenor liebt Sopranistin, der Bariton stört. Nicht anders geht es am Hof des Gouverneurs von Boston zu, auch wenn Regisseur Pier Francesco Maestrini mit seinen Team der Story in Kiel ein Facelifting verpasst und sie in eine Cyber World beamt. Musikalisch gelingt die Aufführung glänzend..

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Heiratsmarkt: Der Richtige am falschen Ort

„Arabella”: Lyrische Komödie von Richard Strauss im Kieler Opernhaus

Von Christoph Munk

Kiel. Mehr als 30 Jahre hat es gedauert, bis die Kieler Oper „Arabella“, die Lyrische Komödie von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, wieder ins Repertoire nahm. Jetzt bemüht sich die Inszenierung von Uwe Schwarz erfolgreich darum, mit der Aktion auf der Bühne gegen die starke musikalische Präsenz der Kieler Philharmoniker unter GMD Georg Fritzsch standzuhalten.

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Ein einig Volk von Künstlern

Fabio Ceresa präsentiert an der Kieler Oper eine ehrgeizige Konzeption von Rossinis „Guillaume Tell“

Von Christoph Munk

Kiel. Die Wiederkehr der Freiheit feiern die Menschen aus Unterwalden, Uri und der Schwyz im großen Schlusschor. Und Jemmy, der Sohn des Titelhelden, darf dazu mit breitem Bogenstrich das Violoncello spielen. Mit diesem Bild sagt Regisseur Fabio Ceresa überdeutlich was ihm als Hauptmotiv von Gioachino Rossinis Grand Opéra „Guillaume Tell“ im Sinne steht: Freiheit heißt bei ihm die Freiheit zur Ausübung der Kunst, denn mit ihr gewinnt ein Volk seine Identität. In dieser Überzeugung bedient sich der italienische Gastregisseur mit großer Geste aller Mittel, die an der Kieler Oper zu Gebote stehen – und erntet dankbaren Premierenapplaus.

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Atemlos durch die Nacht

Mit Temperament und Tempo: „Fame – das Musical” zur Saisoneröffnung im Kieler Musiktheater

Von Christoph Munk

Kiel. Jubeln, Johlen, Jauchzen – gemessen am Schlussapplaus erlebte das Kieler Musiktheater am Freitag eine außerordentlich erfolgreiche Saisoneröffnung. Im Taumel des kreischend gefeierten Events zeigte sich diesmal statt Opern-Glanz eine aufgekratzte, routiniert abgespulte Hymne an Begabung, Ehrgeiz und Streben nach Glamour: „Fame – das Musical“ – flüssig in Szene gesetzt von Ricarda Regina Ludigkeit, musikalisch energisch angetrieben von Moritz Caffier und ausgeführt von einer gut gelaunten Sänger-Tänzer-Truppe.

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