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Musiktheater

Tanz der Dampfnudeln um den weiblichen Rollmops

Üppig lustig, musikalisch brillant:  Rossinis „Il Barbiere di Seviglia” als Comic im Kieler Opernhaus

Von Christoph Munk

Kiel. Kann man Gioachino Rossinis heiterste „opera buffa“ über das unbeschwerte szenische Spiel hinaus noch komischer machen? Man kann. Zumindest nach der Auffassung des Filmanimateurs Joshua Held und des Regisseurs Pier Francesco Maestrini. Sie lassen in ihrer Inszenierung der Musik-Komödie „Il Barbiere di Seviglia“ belebte Comic-Figuren in munterem Miteinander lustig auf Leinwand und Bühne los. Die größte Lust an dieser hoch bejubelten Produktion aber bereitet Kiels Erster Kapellmeister Daniel Carlberg, der das Sängerensemble und das Philharmonische Orchester zu einer brillanten musikalischen Höchstleistung animiert.

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Die Revolution lässt noch auf sich warten

Liebeswirren in Zeiten des Matrosenaufstandes: Uraufführung der Oper „Falscher Verrat” im Kieler Musiktheater

Von Christoph Munk

Kiel.Zwei Ideen sollten zusamenwachsen: Die Anstrengung, den Kieler Matrosenaufstand von 1918 zum 100. Jahrestag am Ort des Geschehens umfassend zu würdigen, und der Wille des Theaters, sich daran angemessen feierlich zu beteiligen. Das Ergebnis: „Falscher Verrat“, ein aufwendiges Opus des italienischen Komponisten Marco Tutino, das mit den historischen Fakten großzügig hantiert und gleichzeitig vertraute Muster der Oper effektvoll nutzt. Die Uraufführung wurde vor fast ausverkauftem Haus entsprechend respektvoll bejubelt.

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Eine Frage der Ideale

Premiere der Musical-Academy Schleswig-Holstein im Landtag

Von Jörg Meyer

Kiel. Soll sie oder soll sie nicht?, fragt sich die frisch gekürte Kanzlerkandidatin Rena Wiechmann in „Vertrauensfrage“, einem „Political“ (Polit-Musical), mit dem die am Rendsburger Nordkolleg neu gegründete Musical-Academy Schleswig-Holstein („MASH!“) im mal ganz anders als sonst voll besetzten Landtag eine dreifache Premiere feierte.

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Große Gesten mit List und Lust

Imposantes Format: Die Opern-Einakter „Cavalleria rusticana” und „Der Bajazzo” zur Saisoneröffnung des Kieler Musiktheaters

Von Christoph Munk

Kiel. Szenische Feuerwerke, musikalische Feste: Die Kieler Oper beginnt ihre Spielzeit mit einer grandiosen Doppelpremiere. Denn der italienische Regisseur Fabio Ceresa treibt die beiden Einakter „Cavalleria rusticana“ von Petro Mascagni und Ruggero Leoncavallos „Der Bajazzo“ ins bombastische Format. Und Generalmusikdirektor Georg Fritzsch am Pult vollendet mit dem Philharmonischen Orchester und den Chören des Hauses die Aufführung zum imposanten Gesamtkunstwerk.

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It’s Shakespeare’s Showtime

Unzerstörbar: Die Komödie „Was ihr wollt” als Musical Open Air auf dem Kieler MFG-5-Gelände

Von Christoph Munk

Kiel. Als schließlich der Vollmond hoch und bleich über die Förde stieg, wurde klar: Auch er schien präpariert für dieses Großereignis da unten auf dem ehemaligen Helikopter-Landeplatz gleich hinter Holtenau. Raffiniertes Happy End, tobende Schlussbilder, launiger Kehraus, grelles Feuerwerk – alles nicht genug. Der Himmelskörper setzte den finalen Effekt hinter ein Event: Unter dem Markennamen „sommertheaterKIEL“ wurde Open Air die Uraufführung eines Musicals gefeiert, zu dem der Theaterpoet William Shakespeare vor über 400 Jahren mit seiner Komödie „Was ihr wollt“ das unzerstörbare Material lieferte.

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Venus und der Clan der Venezianer

Die Kieler Oper präsentiert einen lange vergessenen Schatz des Barock: „La Divisione del Mondo”

Von Christoph Munk

Kiel. Es gehört zu den Rätseln der Musikgeschichte, dass die Oper „La Divisione del Mondo“ von Giovanni Legrenzi nach dem Libretto von Cesare Conradi seit ihrer Uraufführung 1645 in den Archiven des venezianischen Barock schlummerte – mehr als 300 Jahre lang. Jetzt können der Dirigent und Barockspezialist Alessandro Quarto und der Regisseur Ulrich Waller am Kieler Musiktheater demonstrieren, welch feiner Schatz von parodistischer Unterhaltungsqualität hier zu entdecken ist – und bei der Premiere gefeiert wurde.

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Seelengemälde bewegten Stillstands

Opern-Raritäten von Rachmaninow im überzeugenden Doppelpack an der Kieler Oper

Von Jörg Meyer

Kiel. „Es gibt kein größeres Leid, als sich im Unglück an vergangenes Glück zu erinnern“, wusste Dante Alighieri, als er in seiner „Göttlichen Komödie“ die vielfachen Kreise der Hölle abschritt. In Sergej Rachmaninows Einakter „Francesca da Rimini“ wird ebenso wie in seinem Frühwerk „Aleko“ erzählt, wie Eifersucht die Seligkeit der Liebe in ewige Höllenqualen verwandelt. Es ist daher einleuchtend und schlüssig, dass Regisseurin Valentina Carrasco an der Kieler Oper beide selten gespielten Einakter zusammenführt: „Aleko“ im Zentrum, umrahmt von Prolog und Epilog aus „Francesca da Rimini“.

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Liebe Gewohnheiten, spannende Entdeckungen

Zwischen Tradition und Novitäten: Daniel Karasek und sein Team stellen den Spielplan des Kieler Theaters 2018/2019 vor

Von Christoph Munk

Kiel. Der Tradition verpflichtet und doch den Blick auf die Gegenwart gerichtet. Nach dieser Maxime hat Kiels Generalintendant Daniel Karasek zusammen mit seinen Dramaturgen offenbar den Spielplan für die Theatersaison 2018/2019 ausgerichtet. In der Oper reicht das zeitliche Spektrum vom Barock bis zur Uraufführung eines Auftragswerks. Im Schauspiel wird der Gegenwartsdramatik eine gehörige Aufmerksamkeit gewidmet.

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„Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist“

Kieler Sommertheater 2018: Shakespeare-Komödie als Tanz- und Step-Musical auf dem früheren MFG5-Gelände

Von Christoph Munk

Kiel. Vorläufig ist auf dem Asphalt nur eine gelbe Linie als Umriss einer großen Wolke zu sehen. „Hier wird später unsere Bühne errichtet“, sagt Daniel Karasek, der Generalintendant des Kieler Theaters. „Und da drüben, auf der rot markierten Fläche, werden die Zuschauer auf einer Tribüne sitzen.“ Noch beschreibt Karasek nur das Gelände nahe am Wasser, wo früher das Marinegeschwader 5 zuhause war und das sich ab 29.. Juni in den Schauplatz für das Sommertheater 2018 verwandeln soll. Das Stück verrät er erst später.

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Was vor allem Richard Wagners Musik erzählt

Die Kieler Oper vollendet mit „Götterdämmerung“ die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“

Von Christoph Munk

Kiel. Das Kieler Musiktheater führt sein Großprojekt, Richard Wagners „Ring des Nibelungen“, konsequent zu Ende: „Götterdämmerung“, der „dritte Tag des Bühnenfestspiels“, ist geprägt durch die herausragende musikalische Leistung des Philharmonischen Orchesters unter der Leitung von Generalmusikdirektor Georg Fritzsch und eine eher naive, oberflächliche szenische Erzählung durch Generalintendant Daniel Karasek.

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