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Musiktheater

Ein einig Volk von Künstlern

Fabio Ceresa präsentiert an der Kieler Oper eine ehrgeizige Konzeption von Rossinis „Guillaume Tell“

Von Christoph Munk

Kiel. Die Wiederkehr der Freiheit feiern die Menschen aus Unterwalden, Uri und der Schwyz im großen Schlusschor. Und Jemmy, der Sohn des Titelhelden, darf dazu mit breitem Bogenstrich das Violoncello spielen. Mit diesem Bild sagt Regisseur Fabio Ceresa überdeutlich was ihm als Hauptmotiv von Gioachino Rossinis Grand Opéra „Guillaume Tell“ im Sinne steht: Freiheit heißt bei ihm die Freiheit zur Ausübung der Kunst, denn mit ihr gewinnt ein Volk seine Identität. In dieser Überzeugung bedient sich der italienische Gastregisseur mit großer Geste aller Mittel, die an der Kieler Oper zu Gebote stehen – und erntet dankbaren Premierenapplaus.

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Atemlos durch die Nacht

Mit Temperament und Tempo: „Fame – das Musical” zur Saisoneröffnung im Kieler Musiktheater

Von Christoph Munk

Kiel. Jubeln, Johlen, Jauchzen – gemessen am Schlussapplaus erlebte das Kieler Musiktheater am Freitag eine außerordentlich erfolgreiche Saisoneröffnung. Im Taumel des kreischend gefeierten Events zeigte sich diesmal statt Opern-Glanz eine aufgekratzte, routiniert abgespulte Hymne an Begabung, Ehrgeiz und Streben nach Glamour: „Fame – das Musical“ – flüssig in Szene gesetzt von Ricarda Regina Ludigkeit, musikalisch energisch angetrieben von Moritz Caffier und ausgeführt von einer gut gelaunten Sänger-Tänzer-Truppe.

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Vom Eise befreit

Feuerwerk und Frühlingsgefühle: Puccinis „Turandot“ als Open Air-Spektakel auf dem Kieler Rathausplatz

Von Christoph Munk

Kiel. Ach, und am Ende das Feuerwerk! „Schön war’s und kracht hat’s“, hätte jetzt Karl Valentin gesagt. Und er hätte vielleicht bedauert, dass so die Musik plötzlich aus dem Kopf geknallt wird, sich die Akteure mitten im Schlussapplaus von Zisch und Bumm und Lichtfontänen die Show stehlen ließen. Allerdings: So war’s doch ein pfundiges Spektakel: Giacomo Puccinis „Turandot“ als große Open Air-Oper auf dem Kieler Rathausplatz, bei der Premiere mit günstiger Witterung gesegnet und mit freudigem Jubel gefeiert. Der Missmut des Teams um Daniel Karasek über den nicht voll befriedigenden Kartenverkauf dürfte an diesem Abend unter den Leuchtraketen verpufft sein.

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Wie der Stern einer Liebe verglüht

Die Akademien am Theater Kiel begeistern mit dem Musical „Marina. Die kleine Meerjungfrau“

Von Christoph Munk

Kiel. Vom Schauspielhaus an der Holtenauer Straße konnte man sich am Sonntag direkt an die Spiellinie auf der Krusenkoppel versetzt fühlen. Denn das Geschehen hier führte wie die Aktivität dort in Unterwasserwelten. Und an beiden Schauplätzen steht die junge Generation im Mittelpunkt. Während dort noch bis zum Ende der Kieler Woche schöpferisch gearbeitet wird, präsentierten hier Akademien am Theater ein rundes, vollendetes Ergebnis: Die Uraufführung „Marina. Die kleine Meerjungfrau“ wurde mit großem, begeistertem Beifall bedacht.

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Das ewige Elend der Liebe im Glanz des Barock

Eine Kieler Ausgrabung: Jean-Marie Leclairs „Skylla und Glaukos“ musikalisch und szenisch spannend Von Christoph Munk Kiel. Es ist das ewige Elend: Zwei Frauen verlieben sich in denselben Mann. Das geht selten gut aus. Auch nicht in der Mythologie des antiken Griechenland…. Weiterlesen →

Verwunderung der Sinne

Das virtuelle 360-Grad-Konzert „miRatio“ feierte eine bewunderte Weltpremiere im Mediendom Von Jörg Meyer Kiel. Unter der 360-Grad-Kuppel des Mediendoms schweben wir, schwerelos und buchstäblich Schwindel erregend durch Klänge und virtuelle Räume. Unsere Sinne verwundern sich, was der Titel des weltweit… Weiterlesen →

Alte Bekannte – lange nicht gesehen

Das Kieler Theater gibt seinen Spielplan für die Saison 2017/18 bekannt Von Christoph Munk Kiel. Rossini, Richard Strauss, Verdi und Wagner – Kiels Opernfreunde dürfen sich in der kommenden Spielzeit wieder auf Werke der großen, vertrauten Komponisten freuen. Und auch… Weiterlesen →

Vom reinen Tor zum strahlenden Helden

Daniel Karasek erzählt Richard Wagners „Siegfried“ als bilderreiches Märchen in der Kieler Oper Von Christoph Munk Kiel. Richard Wagner erkannte, wie er 1851 in einem Brief bekundete, die Ähnlichkeit seines Siegfried mit dem Burschen aus dem „Märchen von einem, der… Weiterlesen →

Locken auf der Glatze

Gioachino Rossinis Opernrarität „Die Reise nach Reims“ als Comic-Novität in Kiel Von Christoph Munk Kiel. Donnernde Hufe und der Wagen rollt. Aber nicht lange, nur auf dem Vorspann. Ein jäher Sturz. Jetzt rollen Koffer, Kisten, Kästen und fliegen krachend zu… Weiterlesen →

Rasch verfliegend wie ein Rausch

Kurzweilig und leichtgewichtig: Premiere von „Evita“ im Kieler Opernhaus Von Christoph Munk Kiel. Rasch wie ein Komet stieg einst ein junges Mädchen aus der Provinz an den Himmel der argentinischen Großstadt, leuchtete an der Seite des Präsidenten im Zentrum der… Weiterlesen →

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