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Schauspiel

Mosaik von bunt brennenden Splittern

Das Mehr! Generationentheater Kiel feiert Premiere mit „Lichterloh“

Von Jörg Meyer

Kiel. Am Anfang war ein vielschichtiges Wort: „Lichterloh“. Was die 22 Spielerinnen und Spieler des im Oktober gegründeten Mehr! Generationentheaters unter Leitung der Theaterpädagogin Martina Vanicek zu diesem Wort an eigenen Geschichten assoziierten, ist Freitag und Sonnabend im Studio im Schauspielhaus zu sehen.

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Als wär’s ein Stück von hier und heute

Theater im Werftpark: Astrid Großgasteiger dramatisierte Stanislaw Lems Zukunftsvision „Der futurologische Kongress“

Von Christoph Munk

Kiel. Hätte man vor 50 Jahren ahnen können, wie exakt Stanislaw Lem mit seinem  Science Fiction-Roman „Der futurologische Kongress“ die Verhältnisse unserer Jahre erfasst hatte? Was seiner kühn vorausgreifenden Fantasie entsprang, wird heute real greifbar. Jedenfalls scheint es, als habe der Zeitgeist den Text in die Spielpläne der Theater geweht und Astrid Großgasteiger, Chefin des Kieler Werftpark-Theaters, im Wind gestanden, als sie ihr Repertoire plante.

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Eine Schneeflocke in heißer Sommmernacht

Deutsche Erstaufführung am Kieler Schauspielhaus: „Die Straße der Ameisen“ von Roland Schimmelpfennig

Von Christoph Munk

Kiel. „Das Stück passt wohl besser überall dort, wo Menschen in einer Mangelgesellschaft leben und einfache, elementare Sehnsüchte haben.“

Vermutlich hat Roland Schimmelpfennig in einem Zeitungsinterview die Wirkungskraft seines in Kuba uraufgeführten Textes ganz zutreffend eingeschätzt. Ob sich das Stück dennoch für eine deutsche Bühne eignet, ist jetzt im Kieler Schauspielhaus zu erproben, wo am Wochenende die Deutsche Erstaufführung von „Die Straße der Ameisen“ stattfand.

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Matter Reigen der Revolutionen

Text- und Liederabend von Horst Stenzel und Corbin Broders feierte Premiere bei den Komödianten

Von Jörg Meyer

Kiel. Es ist eine alte Geschichte seit dem Neandertal und seit Arminus Varus schlug: die des Aufruhrs, der Revolten und Revolutionen. Da sich eine derer im Herbst zum hundertsten Male jährt, der Kieler Matrosenaufstand, schreiben der Kieler Schauspieler Horst Stenzel und sein junger Kollege Corbin Broders sie nach. „Die Gedanken sind frei“ heißt ihr Programm, das bei den Komödianten eine reich beklatschte Premiere feierte.

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Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Polnisches Theater besetzt die Mehrfachrolle in „Granaten“ neu

Von Hannes Hansen

Kiel. Es ist, als seien die Figuren in Joanna Murray-Smiths Stück „Granaten“ aus Pedro Almodóvars Erfolgsfilm „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ direkt auf die Bühne des Polnischen Theaters verschlagen worden. Seit Januar dieses Jahres spielte Oleksandra Polska in gleich sechs Rollen eben jene namengebenden Granaten, die jeder Zeit explodieren können. Und das zu aller Zufriedenheit, der Regisseure Tadeusz Galia und Jutta Ziemke wie des Publikums.

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Geglückte Menschwerdung?

Kafkas Erzählung „Ein Bericht für eine Akademie“ als Monodrama bei den Komödianten

Von Hannes Hansen

Kiel. Die junge Frau zögert, presst die Worte aus sich heraus, verstummt kurz. Dann wird sie sicherer, die Stimme wird geschmeidig, ruhig unsd überlegen klingend zuerst. Dann steigert sich das Tempo der Sätze, der Frau fallen die Worte im Stakkato-Rhythmus aus dem Mund.  Sie hastet ihnen nach, die Stimme kippt. Die junge Frau hält ein, gewinnt ihre Fassung und fährt kühl fort, bis der Fluss ihrer Rede wiederum zum reißenden Strom wird, auf dem sie an den Klippen der Erinnerung zu zerschellen droht.

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Nicht mehr Affe, aber noch nicht Mensch

Artjom Terjochin und Anke Pfletschinger arbeiten bei den Kieler Komödianten an Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie”

Von Christoph Munk

Kiel. „Es war ein Glücksfall,“ sagt Artjom Terjochin. „Als Markus Dentler mir bei meinem ersten Besuch in Kiel anbot, im Theater Die Komödianten Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie“ zu inszenieren, war mir sofort klar: Eine bessere Wahl hätte ich selbst nicht treffen können.“ Jetzt ist es ihm wichtig, die Geschichte, in der ein Affe berichtet, wie er in Gefangenschaft an seiner Menschwerdung gearbeitet hat, dem Publikum nahe zu bringen. Dabei stellt er die Regie in den Hintergrund und möchte vor allem die Arbeit der Schauspielerin Anke Pfletschinger präsentieren.

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Liebe Gewohnheiten, spannende Entdeckungen

Zwischen Tradition und Novitäten: Daniel Karasek und sein Team stellen den Spielplan des Kieler Theaters 2018/2019 vor

Von Christoph Munk

Kiel. Der Tradition verpflichtet und doch den Blick auf die Gegenwart gerichtet. Nach dieser Maxime hat Kiels Generalintendant Daniel Karasek zusammen mit seinen Dramaturgen offenbar den Spielplan für die Theatersaison 2018/2019 ausgerichtet. In der Oper reicht das zeitliche Spektrum vom Barock bis zur Uraufführung eines Auftragswerks. Im Schauspiel wird der Gegenwartsdramatik eine gehörige Aufmerksamkeit gewidmet.

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Das Spiel um Macht und Liebe

Kathrin Mayr inszeniert am Landestheater Shakespeares „Wie es euch gefällt“

Von Hannes Hansen

Rendsburg. Es ist eines der zugleich beliebtesten wie schwierigsten Stücke Shakespeares, dieses „Wie es euch gefällt“ aus dem Jahr 1599, als der erfolgreiche Stückeschreiber und Theaterunternehmer auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft stand. Eine Mischung aus romanischer Komödie mit Klamaukelementen, Schäferspiel, Gesellschaftssatire, heiter-bitterem Zynismus, poetischem Wortwitz und groben Zoten. Typisch elisabethanisches und Welttheater zugleich.

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Avantgarde oder Blödsinn? Oder beides?

Lothar Trolles „Weißes Ostern“ am Landestheater

Von Hannes Hansen

Schleswig. Das Licht geht aus auf der Bühne des Slesvighus’ und der Vorhang bleibt geschlossen. Man hört die Stimmen von Ingeborg Losch, Neele Friederike Maak und Robin Schneider davon erzählen, dass ein Kind geweckt und zur Schule geschickt wird. Dann geht der Vorhang auf und ein drehbarer Scheinwerfer leuchtet grell in den Zuschauerraum. Dann geht der Vorhang wieder zu und die drei Stimmen erzählen, diesmal vom Zuschauerraum aus, dass die Frau sich wieder zu ihrem Partner legt, dass das Kind nach Hause kommt und das da was mit einer Theaterprobe ist. Das heißt, erzählen tun die drei Stimmen nur intermittierend, meistens schreien sie, abwechselnd im Chor und einzeln. Zwischendurch geht der Vorhang wieder auf und ein Nebelwerfer tritt mächtig in Aktion.

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