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Schauspiel

Belehrtheater vom Blatt gespielt

Brechts „Kaukasischer Kreidekreis“ am Schleswig-Holsteinischen Landestheater

Von Hannes Hansen

Schleswig. Der strenge Duft nach gesellschaftlichem Reinigungsmittel durchzieht Stefan Noltes Inszenierung von Bert Brechts „Kaukasischem Kreidekreis“ am Schleswig-Holsteinischen Landestheater, einem Fest für Freunde des epischen, des Belehrtheaters.

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Die Schöne und der Dichter

„Shakespeare in Love“am Schleswig-Holsteinischen Landestheater

Von Hannes Hansen

Rendsburg. Es geht hoch her in Lee Halls Komödie „Shakespeare in Love“ am Schleswig-Holsteinischen Landestheater. Einem Stück, das erst 2014, sechzehn Jahre nach dem gleichnamigen, mit sieben Oscars ausgezeichneten Film nach dem Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard seine Londoner, von der internationalen Presse hoch gelobte Premiere hatte und anlässlich der deutschen Erstaufführung bei den Bad Hersfelder Festspielen vor wenigen Wochen enthusiastisch gefeiert wurde.

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It’s Shakespeare’s Showtime

Unzerstörbar: Die Komödie „Was ihr wollt” als Musical Open Air auf dem Kieler MFG-5-Gelände

Von Christoph Munk

Kiel. Als schließlich der Vollmond hoch und bleich über die Förde stieg, wurde klar: Auch er schien präpariert für dieses Großereignis da unten auf dem ehemaligen Helikopter-Landeplatz gleich hinter Holtenau. Raffiniertes Happy End, tobende Schlussbilder, launiger Kehraus, grelles Feuerwerk – alles nicht genug. Der Himmelskörper setzte den finalen Effekt hinter ein Event: Unter dem Markennamen „sommertheaterKIEL“ wurde Open Air die Uraufführung eines Musicals gefeiert, zu dem der Theaterpoet William Shakespeare vor über 400 Jahren mit seiner Komödie „Was ihr wollt“ das unzerstörbare Material lieferte.

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Mosaik von bunt brennenden Splittern

Das Mehr! Generationentheater Kiel feiert Premiere mit „Lichterloh“

Von Jörg Meyer

Kiel. Am Anfang war ein vielschichtiges Wort: „Lichterloh“. Was die 22 Spielerinnen und Spieler des im Oktober gegründeten Mehr! Generationentheaters unter Leitung der Theaterpädagogin Martina Vanicek zu diesem Wort an eigenen Geschichten assoziierten, ist Freitag und Sonnabend im Studio im Schauspielhaus zu sehen.

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Als wär’s ein Stück von hier und heute

Theater im Werftpark: Astrid Großgasteiger dramatisierte Stanislaw Lems Zukunftsvision „Der futurologische Kongress“

Von Christoph Munk

Kiel. Hätte man vor 50 Jahren ahnen können, wie exakt Stanislaw Lem mit seinem  Science Fiction-Roman „Der futurologische Kongress“ die Verhältnisse unserer Jahre erfasst hatte? Was seiner kühn vorausgreifenden Fantasie entsprang, wird heute real greifbar. Jedenfalls scheint es, als habe der Zeitgeist den Text in die Spielpläne der Theater geweht und Astrid Großgasteiger, Chefin des Kieler Werftpark-Theaters, im Wind gestanden, als sie ihr Repertoire plante.

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Eine Schneeflocke in heißer Sommmernacht

Deutsche Erstaufführung am Kieler Schauspielhaus: „Die Straße der Ameisen“ von Roland Schimmelpfennig

Von Christoph Munk

Kiel. „Das Stück passt wohl besser überall dort, wo Menschen in einer Mangelgesellschaft leben und einfache, elementare Sehnsüchte haben.“

Vermutlich hat Roland Schimmelpfennig in einem Zeitungsinterview die Wirkungskraft seines in Kuba uraufgeführten Textes ganz zutreffend eingeschätzt. Ob sich das Stück dennoch für eine deutsche Bühne eignet, ist jetzt im Kieler Schauspielhaus zu erproben, wo am Wochenende die Deutsche Erstaufführung von „Die Straße der Ameisen“ stattfand.

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Matter Reigen der Revolutionen

Text- und Liederabend von Horst Stenzel und Corbin Broders feierte Premiere bei den Komödianten

Von Jörg Meyer

Kiel. Es ist eine alte Geschichte seit dem Neandertal und seit Arminus Varus schlug: die des Aufruhrs, der Revolten und Revolutionen. Da sich eine derer im Herbst zum hundertsten Male jährt, der Kieler Matrosenaufstand, schreiben der Kieler Schauspieler Horst Stenzel und sein junger Kollege Corbin Broders sie nach. „Die Gedanken sind frei“ heißt ihr Programm, das bei den Komödianten eine reich beklatschte Premiere feierte.

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Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Polnisches Theater besetzt die Mehrfachrolle in „Granaten“ neu

Von Hannes Hansen

Kiel. Es ist, als seien die Figuren in Joanna Murray-Smiths Stück „Granaten“ aus Pedro Almodóvars Erfolgsfilm „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ direkt auf die Bühne des Polnischen Theaters verschlagen worden. Seit Januar dieses Jahres spielte Oleksandra Polska in gleich sechs Rollen eben jene namengebenden Granaten, die jeder Zeit explodieren können. Und das zu aller Zufriedenheit, der Regisseure Tadeusz Galia und Jutta Ziemke wie des Publikums.

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Geglückte Menschwerdung?

Kafkas Erzählung „Ein Bericht für eine Akademie“ als Monodrama bei den Komödianten

Von Hannes Hansen

Kiel. Die junge Frau zögert, presst die Worte aus sich heraus, verstummt kurz. Dann wird sie sicherer, die Stimme wird geschmeidig, ruhig unsd überlegen klingend zuerst. Dann steigert sich das Tempo der Sätze, der Frau fallen die Worte im Stakkato-Rhythmus aus dem Mund.  Sie hastet ihnen nach, die Stimme kippt. Die junge Frau hält ein, gewinnt ihre Fassung und fährt kühl fort, bis der Fluss ihrer Rede wiederum zum reißenden Strom wird, auf dem sie an den Klippen der Erinnerung zu zerschellen droht.

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Nicht mehr Affe, aber noch nicht Mensch

Artjom Terjochin und Anke Pfletschinger arbeiten bei den Kieler Komödianten an Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie”

Von Christoph Munk

Kiel. „Es war ein Glücksfall,“ sagt Artjom Terjochin. „Als Markus Dentler mir bei meinem ersten Besuch in Kiel anbot, im Theater Die Komödianten Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie“ zu inszenieren, war mir sofort klar: Eine bessere Wahl hätte ich selbst nicht treffen können.“ Jetzt ist es ihm wichtig, die Geschichte, in der ein Affe berichtet, wie er in Gefangenschaft an seiner Menschwerdung gearbeitet hat, dem Publikum nahe zu bringen. Dabei stellt er die Regie in den Hintergrund und möchte vor allem die Arbeit der Schauspielerin Anke Pfletschinger präsentieren.

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